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Der Dichter erklärt diesen Schrecken: der plötzlicheAnblick der Schönheit, der Eindruck des himlischenLichtes erschüttern die Sinne (3477—3594).
Caritas ist nicht fremd am Hofe, sie legt ihrenBogen an nnd schiesst den König zweimal. Das -wirdausgedeutet. Als er die Wunden fühlt, ruft er: „Michberührte jemand. Schwester und Gemahel, du hastmich mit der Liebe verwundet!" Die vier Tropfen,welche aus der Wunde fliessen, gratise infusio, cognitiodei, cceleste desiderium, spirituale gaudium, nimt Caritasund bringt sie der Tochter Syon (3595—3791).
Diese empfängt sie schön und fragt, ob sie ihrenGeliebten sah. Caritas antwortet ja und fordert dieFrau auf, mit allen ihren Jungfrauen sich zu ihm auf-zumachen, das schlechte Gesinde müsse zurückbleiben;Gott werde sie liebend empfangen. Der Dichter führtaus, wie die Tugenden notwendig sind, zu Gott zukommen. Caritas sagt nun ein Gleichnis von demMorgenrot, das dem Tag vorausgehe: das sei die innereErleuchtung des reinen Herzens. In diesem Lebensehe man die wahre Sonne nicht, nur ein Vorzeichendavon werde begnadigten zu Theil, das um so stärkerdas Verlangen nach dem ewigen Lichte entzünde. Jesusist der Gemahl, die Sonne, die Wonne, Tag und Lichtder Sele. Vor Sehnsucht fällt die Tochter Syon, derCaritas Geduld empfiehlt, da sie noch im Fleische ver-strickt sei, in Ohnmacht. Caritas bringt sie mit denTropfen aus den Wunden Christi ins Leben (3792—4012).
Lücke. Die Tochter Syon ist bei dem Bräutigam,sie küsst ihn, der Kuss durchdringt sie mit demh. Geiste. Wer mit Gott so verkehrt, dass er ausseinem Munde den Atem zieht, halte ihn fest. Nunward die Hochzeit gefeiert, der Himmel that sich gegen