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Sanct Francisken Leben und Tochter Syon
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nach Jesus klagt, antwortet Spes, es werde ihr geholfenwerden, wenn das Herz in gutem Willen beständigbleibe. Darauf sprach Spes zu Fides, dass nur sie denrechten muot zur Liebe zu Gott geben könne; Fidesund Spes müssen beide zusammen dem helfen, derdes ewigen begehrt (11331244).

Der Dichter benuzt die Zeit der Ohnmacht derTochter Syon zu einer Betrachtung. Er wendet sichzunächst gegen die weltlichen Kristenleute, die aufGottes Güte sündigen. Niemand solle Frucht ohne Saterwarten. Auch der Glaube allein hilft nicht, Hoffnungund gute Werke müssen hinzutreten. Sündigt ein Krist,so verschuldet er mehr als ein gottloser Jude oderHeide thut. Der Name des Kristen gibt kein Rechtauf Gottes Barmherzigkeit. Er selber fühle sich leiderauch nicht schuldlos. Er habe auch der Welt gedient;sie sei ihm zwar zuwider geworden, aber Fleisch, Weltund Teufel hätten ihn immer wieder verlockt, bis erein Minderbruder geworden und Br. Gerhard zu Regens-burg ihn aufgenommen habe (12451417).

Lamprecht kehrt zur Erzählung zurück, wiederholtkurz die Ohnmächten der Frau und will sie nun durchdie Weisheit und die Minne wieder zum Bewustseinbringen. Der Weise weiss, dass Jesus über alles zulieben ist, der der Liebe bis zum Kreuze voll, aus Liebezur Sele auf die Erde herabstieg, auf dass sie sein Ge-mahel werde. Er sante nicht die Engel nach ihr,sondern kam selbst in Schmach und Not. Mit seinemTode erwarb er sie zur Braut. Die Sele soll darum immerbereit sein zur Vereinigung mit ihm. Dazu helfen dieTugenden Fides Spes Caritas Sapientia (14181557).

Der Dichter geht auf die zweite Ohnmacht zurück,die über sie kam, weil sie keine Weisheit hatte. Der