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dreieinige Gott, und spricht, als jene weiter fragt, vonder Menschwerdung des Gott Sohnes um des Heilesder Menschen willen (651 — 760). Die Tochter begehrt,ihn erkennen und minnen zu lernen. Hier könne sieihn freilich nicht erkennen, wie er dort ist; aber Fidesmöge ihr helfen, dass sie sich an ihn halte. Das ge-schehe, sagt diese, durch memoria, intelligentia, voluntas.Zwinge sie diese drei zur beständigen Sehnsucht nachGott, so werde sie zum ewigen Lichte kommen. Siesolle sich auf Gott rüsten. Jesus und die Tugendenwollen sie auf die Warte stellen. Als die Tochterfragt, wann dies geschehe, antwortet Fides: nach diesemLeben. Dann wird Gottes Macht ihr Gedächtnis er-füllen, seine Weisheit ihren Verstand, seine Güte ihrenWillen. Seine Trinität und ihre Dreifaltigkeit werdendann eins werden und sie wird seiner Gottheit gesellt.Yon schmerzlicher Sehnsucht wird die Tochter Syonda ohnmächtig, aber ihr ist wol. In solchem andächtigenschweigen bezwingt der Geist den Leib, die Sele ent-brennt und erhebt sich zu Gott (761—1022).
Die Sele ist gegen die Süsse Jesu empfindlich.Das denken an seine Marter erhebt das Herz. DieAndacht und die innere Eiieuchtung kommen oft unver-hofft, doch könne der Mensch das volle Licht derWahrheit nicht ertragen. Wer an Jesus glaubt, glaubtauch an die Entzündung und Erleuchtung eines reinenHerzens durch ihn. Das Mittel dazu ist das Gebet(1023-1132).
Der Glaube ist das erste Licht, durch welches dieSele den Weg zum Himmel sieht; aber die Hoffnungmuss dabei sein. Nach Fides hub Spes an: „Fidessprach wahr, aber ich muss dazu helfen. Vertraueuns!" Und als die Sele über ihre heisse Sehnsucht