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Welcker in den Heidelberger Jahrbüchern (1816) IX. 2,713 — 720 unter Mittheilung -von Proben gehandelt.
Über die lautliche Gestalt des in G überliefertenTextes ist folgendes zu sagen.
Die Schreiber haben den bairischen Vocalismusmöglichst durchgeführt: es steht also ei für altes %, aufür ü, eu für iu, ferner ist der alte Diphthong ei meistdurch ai, zuweilen durch cei, ou durch au, öu durcheu gegeben, der Umlaut von ä mit e bezeichnet. In-dessen wirkt die Vorlage, welche das Gedicht in dergebildeten Schriftsprache des 13. Jh. bot, darauf, dasseinzelne Reste des alten Vocalismus namentlich im An-fang stehn blieben. So i für neues ei z. B. vintliche149, dri 699, drivaltichait 954, schin : sin 292, bi : sei450. 467. himelrich : iamerleicli 616; iu bleibt zu-weilen in tritve 369. 629. Wie sehr aber der Schreiberbei dem Zeichen iu an den Klang eu dachte, beweistdie Schreibung frivde 73 für freude, in welchem Wortnach bairischer Art auch unumgelautetes vroude gleich-wie in bescliavde begegnet, 591. 984. Der alte Diphthongou wird auch mit au bezeichnet.
Statt ie erscheint mitunter einfaches i, währendkurzes i vor r zuweilen durch i ersezt wird, namentlichin mir, dir. Für uo begegnet nicht selten blosses u,aber auch ue und ü, welche natürlich auch den Umlautiie ausdrücken. Der Umlaut von a und a ist Eegel, ein-zelne Ausnamen laufen unter, z. B. verstandicliait 483;iamerleicli 617. drohen versmahen 2790. Öfter bleibtder Umlaut von 6 unbezeichnet, während 6 für reines ö,oesterreichisch-bairischem Gebrauch entsprechend, nichtselten vorkommt; auch 6 für o findet sich in vor z. B.2568. 2764. Mundartlich wird o für a gesezt in ainvolt1697. vürnoms 1640, dagegen d für 6 in geharsam 41.