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Sanct Francisken Leben und Tochter Syon
Entstehung
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im Dialect des Schreibers lebenden Umlaut zeugt vul-gäres ei = öu in freit 1618; BGr. § 79 konte ichnoch kein so frühes Beispiel geben.

Für ou ist zuweilen au geschrieben, z. B. 483. 563.572. 1271. 1287.

In froive begegnet oft einsilbige Form: frov, frovn1285. 1832. fron 3789; vergl. ferner frovn 1562, wieschoen 1718 =froiven, schotven zu nehmen.

u ist im Umlaut verschieden behandelt; gewöhnlichbleibt reines u, wofür auch v 1 zuweilen steht; indessenfehlen auch die Umlautzeichen v und tie nicht, z. B. dürsten,vürstin 1511. chürsiuile 1770. fuedert (== vürdert)1792, selbst i begegnet: virioar 1968. mige 457.

Unechtes u zeigt sich für den thematischen Vocale = i in clireftvlose 1588, forner in der Flexion er-losun 705.

Für ü kommt selten ü vor. Der Umlaut ist zu-weilen nicht vollzogen. Auffallend ist of=üf 1586.

Der Diphthong uo wird durch uo, ü, durch ue oderi, zuweilen durch ou (roube = ruobe = ruowe 2116.2125), einmal auch thöricht durch av (gelavget 1067),oft durch blosses u gegeben. Für die schwankendeBezeichnung führe ich nur aus Reimen an gvt: mvt: tut2130. gut : tU 1697. rveten : Muten 1460. gnvch: vtrueg 1224.

Der Umlaut des uo ist oft nicht bezeichnet, essteht dann ü oder u statt ü. Für den Bestand des üeim bair. Dialect des 14. Jh. zeugen die phonetisch inter-essanten i = ü: gemite 1633, i = üe: gevigen 1615.Ein willkommnes Beispiel für bair. ce = üe (BGr. § 59)ist gevöge 331. Ohne Scheu sezt der Schreiber dieverschiedenen Zeichen für rein deutsches üe nebenein-ander: gemvte : bUte 1619. gevigen : genvgen 1615.