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Minoriten kennen, verkehrte mit ihnen viel und lange,beobachtete ihr ganzes Thun, und es erhub sich in ihmnach und nach der Wunsch, in ihre Gemeinschaft zutreten. Er nennt die Brüder Berchtolt, Johann, Heinrich,Hermann, Reinhart (F. 1750 ff.) als die, mit denen erTag und Nacht lange zusammen gelebt habe, obschoner ihrem Orden nicht angehörte. Den „süssen Berchtolt"und Bruder Johann von Engelland rühmt er auch F. 3280als begnadigte Männer; ohne Zweifel sind es der be-rühmte Prediger Bertold von Begensburg und JohannesAnglicus. Der lezte war 1229 als erster Visitator desMinoritenordens nach Deutschland geschickt worden, einMann voll Buhe und Milde, der auf das innere Lebender Ordensbrüder sehr günstig wirkte (Wadding Annal.Minor. I. 408) und 1230 Provinzialminister der rheini-schen Ordensprovinz ward. 1 )
Allein der Wunsch, ein Eranziskaner zu werden,mochte nicht so leicht ausführbar sein. Lamprecht sagtim Franzisk (1761), er wisse nicht, ob es geschehenwerde. Als ein Zeichen nun seiner Zuneigung zu demOrden liegt seine Bearbeitung der zwischen 1228 und1230 auf Befehl Pabst Gregors IX. von Thomas vonCelano verfassten ältesten vita S. Erancisci vor uns, dieer getreu, nur mit wenigen eigenen Zuthaten und ge-ringen Abweichungen, so wie ihm geraten war (E. 378 ff.)in deutsche Beime brachte (vgl. ausführlicheres in denVorbemerkungen zu dem Text des Eranzisk).
Über die Zeit der Abfassung des Eranzisk könnenwir leider keine bestimmten Angaben machen. Er muss
') Die weitere Geschichte dieses Johannes Anglicus istdurch Verwechselung mit einem andern gleichnamigen Minoritennicht sicher.
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