— 23das Wort Ketzer nicht, verhaßt ist ihm derName, — mir die That. Nie bestritt die Religionden Namen, immer die Hartnäckigkeit der Urheber,der Anhänger. Gern läßt sie unserm Zeitgeist denSieg über diesen Namen, sie hat immer die Sacheselbst besiegt. Denn in dem Buche von den Krie-gen des Herrn wird gesagt: Wie er im rothenMeer gethan hat, so wird er auch in denWässern Arnon thun. Die Felsen dieser Wäs-ser haben sich so erniedriget, daß sie in Arruhen, und sich an den Gränzen der Moabi-ten niederlassen. (Num. K. 21. V. 14. 15.)Die Ersten, die Gelehrtesten dieserJrrlehrerhaben sich so erniedriget, daß sie in einer Gleich-gültigkeit schlafen, die die Gränze des Unglaubensist. Denn nur ein Schritt — und — entwedernehmen sie das Ansehen der Kirche an, und glau-ben alles, oder sie verwerfen selbst das AnsehenGottes, und glauben nichts.Hier sehe ich mich plötzlich umgeben von einerMenge Brüder, die das Anſehen der Kirche nichterkennen. Ich nenne sie nicht Ketzer, weil ichnicht denke, daß sie wider ihre Ueberzeugung hart-näckig handeln. Irrende darf ich sie doch nennen.Verirrt sind sie, versunken in den Sümpfen Arnons,und von der Ferne sehen sie die Fahne Israelssiegreich wehen; denn da keiner weiß, was erglaubt, nicht weiß, was sein Urheber, sein Stiftergeglaubet hat; so sieht er sich ganz unvermuthetvon der Katholischen Kirche besiegt, die die sichersteGlans
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Sechste Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 11. des Monats Julius 1817 in d. Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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