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Sechste Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 11. des Monats Julius 1817 in d. Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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22aber undankbar gegen diese Wohlthaten empörtensie sich gegen ihre gütige Mutter. Der Herr klag-te hierüber ſchon bey dem Propheten Iſaias: Hoͤretihr Himmel! und Erde! vernimm es. Ichhabe Kinder erzogen, und erhöhet; sie aberhaben mich verachtet, sie sind von mirabgefallen. (Iſa. K. 1. V. a.) Sie ſchlugen derReligion Wunden, die desto empfindlicher waren,weil sie von Kindern geschlagen wurden.Düstere Wolken umhüllten die Sonne derWahrheit, aber nur auf eine kurze Zeit. Und sieerschien wieder in vollem Glanze der Herrlichkeit,erwärmend die jungen Pflanzen des Glaubens,Irrthümer, Ketzereien entstanden, beunruhigten diefriedliche Burg Sion, griffen sie an; aber baldempfanden sie, daß sie die feste Stadt Gottes sey,die nie besiegt werden kann. Hier liegt die h.Arche des Bundes, die Bethsames unter Todes-strafe nicht berühren darf. (1. Kön. K. 6. V. 19.)Taufende dieser Kühnen schlug sie nieder, undwird die immer niederschlagen, die mit Frevelmuthstelangreifen. Denn der Herr steht immer seinerKirche bey, als ein furchtbarer Held darum wer-den ihre Verfolger straucheln, ganz beschämtwird ihr Unverstand sie machen, und ihrSchandfleck wird nie auszutilgen seyn. (Jer.K. 20. V. 11.)Ich weiß es wohl, der seine Zeitgeist mag dasdas