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Sechste Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 11. des Monats Julius 1817 in d. Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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24Glaubensregel vorlegt; und, da sie die Tage ihrerGeburt zählen, und durch Jubelfeste feyern, sowird ihre Jugend durch das Alterthum der Katho-liſchen Kirche, die bis zu den Apoſtein hinaufſteigt,unterrichtet, und beschämet. Glieder des großenKörpers, der Kirche Jesu, rühmen sie sich zu seyn;aber wo ist ihr Haupt? Als Schaf höre ich dieStimme meines Hirten, als Glied des heiligen,des sichtbaren Körpers, erkenne ich mein Haupt,demüthig folge ich seinen Winken. Sein Geistbelebet mich, und er wird belebet von dem Geiste,den Jesus gesandt hat, von dem Geiste der Wahr-heit, der alle Irrthümer zerstreuet. Ein Leib, einGeist. (Ephes. K. 4. V. 4.)Durch diese Einigkeit siegte die Kirche über dieIrrthümer der Vorzeit; durch diese wird sie siegenüber die Irrthümer der Nachwelt; und da unsereheutige Jerlehrer ſo laut Klagen über die Unbieg-samkeit unserer Kirche, so bedauern sie ihre Nie-derlage, und erheben unsern Sieg.Ihr täglicher Wechsel ist unser Triumph, undunsere Unveränderlichkeit ist ihr Untergang. Undso fand die Kirche in ihren Feinden selbst dieVerherrlicher, (Luc. K. 1. V. 71.) wodurch sieihre göttlichkeit beurkundet. Stolz stiegen sie, wiedie Wellen des aufbrausenden Meeres gegen diesenFeisen auf; aber still in sich selbst vergehend,sanken sie nieder. Die Kirche sah sie aufsteigenund untergehen. (1) Wo sind die Kühnen, dieBa-a) Ecclesia ut petra vidit Haereses oriri,et occidere.