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Sechste Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 11. des Monats Julius 1817 in d. Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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28was die Welt hat, sich gegen sie erhob, umdadurch allen offenbar zu zeigen, daß sie die gött-liche seye. Menschlicher Witz, menschliche Wuth,menschlicher Irrthum fielen sie an, aber fruchtlos.Sie vergingen, der wahre Glaube blieb,sie veralteten wie ein Kleid, wie ein Gewandverwechselten sie sich, und wurden verändert;der wahre Glaube aber bleibt immer dersel-bige, und seine Jahre werden kein Endehaben. (Psalm. 101. V. 27. 28.) Er ist göttli-chen Ursprungs, ganz göttlich. Und diesen göttlichen,diesen unveränderlichen, diesen siegreichen Glau-ben brächte hierhin der h. Sultbertus. Er warder erste, der ihn unsern Voreltern predigte.Mit Recht nennen wir ihn unsern Vater; denner zeugte uns durch das Evangelium indem Herrn Jesu. (1. Kor. K. 4. V. 15.) Erkann mit dem Apoßel ſprechen: Ich habe ge-pflanzet, andere haben begossen, und Gottertheilte das Wachsthum, das Gedeihen.(Ebend. K. 3. V. 6.)Er opferte alles auf, er litt alles um die SeelenChristo zu gewinnen. Wir Berger, wir alle sindſein Gewinn, er rettete uns aus den Finſterniſſendes Unglaubens; er unterrichtete uns auf dem Wegedes Heils; er öffnete uns, so zu sagen, die Him-melsthüre. Dankbar feiern wir das Andenkenseines Hinſcheidens, umlagern ſein Grab. Ehrfurchts-voll Küsse ich die Gebeine meines Vaters, meines See-leuerretters, ihn bittend, er möge mich immer in seinenSchutz nehmen, bey Gott ein Fürſprecher für michseyn, daß ich in dem von ihm gepredigten Glaubenleben, nach dessen Vorschriften handeln, undglücklich in demselben sterben möge. Amen.