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Sechste Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 11. des Monats Julius 1817 in d. Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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19Gott! Woran werde ich denn also deine Werkeerkennen, wenn ich die Macht deines Glaubensnicht hier verehre, und anbethe? Ich bitte euchM. Z. hier eine genaue und richtige Vergleichunganzustellen.Auf der einen Seite befindet sich die Machtund Gewalt, auf der andern die Schwachheit unddie Geduld; auf der einen das Toben der Völkerund die Wuth der Tyrannen, auf der andern dasStillschweigen und der Tod. Welcher von beidenmußte wohl den andern natürlicher Weise über-wältigen? Der Starke oder der Schwache? DerTyrann, oder der Bekenner Christi? Wer hat dieOberhand behalten? Gewalt, wo ist dein Triumph!Hölle! wo ist dein Stachel? Tod! wo ist deinSieg? verschlungen ist der Tod im Siege,(1, Kor. K. 15. V. 55.) entkräftet die Wuth durchdie Geduld.Glaubet nicht, M. Z. dies sey ein Sieg, denGott der Religion nur beym frühen Morgen ihrerGeburt verliehen habe. Nein, sie ist immer dieSiegreiche, weil sie immer die Göttliche bleibt.Am schönen Mittage und am späten Abende wirdsie siegen. Früher verkündigten die Siege die Re-ligion, jetzt verkündiget die Religion die Siege.Früher befänftigte die Religion die Grausamkeitder Tyrannen durch Geduld und Sanftmuth; jetztunterdrücket sie die Leidenschaften ihrer Feindedurch Standhaftigkeit und Großmuth. Früherwurde sie, als die nicht erkannte, verfolget, wodurchsie sich bekannt machte, jetzt wird sie als die allent-halben erkannte verachtet, wodurch sie sich Liebund