20und Hochſchätzung erzwinget. Ich will euch nichtführen nach Javon um Lorbeern zu suchen, ihrsollet nicht nach dem entfernten Indien, nach neuAmerika gehen, um die alte Kraft unseres Glau-bens zu bewundern. Nein, in der Nähe entstandder Sturm. Auf dem Throne eines h. Ludwigsitzt ein anderer Rictiovar. Der Unglaube führt denScepter, ſeine Stimme iſt Rache wider die Ka-tholische Religion; Schwert und Tod verkündigenseine Gesetze. Frankreich, das ehemalige Asyl allerRechtgläubigen, wird der Schauplatz der grausamesten Verfolgungen. Man sucht auf, man fesselt,und bindet, man führt zum Kerker die Rechtgläu-bigen. Ihre Güter werden ihnen entzogen, und derKlerus, der sich nicht durch die Flucht gerettet hat,wird auf das grausamste hingerichtet. Selbst das gesalbteHaupt des Königs wird ein Opfer dieser Höllenwuth.Der Sturm dehnt sich aus, ergreift andere Ge-genden, dringt bis zur Hauptstadt des Christenthumsund der Vater aller Rechtgläubigen ist schon in denHänden der Verfolger. Ach! nun finger Amalecdas Siegeslied: Israel ist geschlagen; die Religionliegt unter. Doch nein: verbannt aus ihrem Hei-math zeiget sie uns Tausende, die mit dem weißenKleide des Lammes bekleidet sind, Standhaftwiderstanden sie den Verfolgungen, großmuthi-gingen sie dem Martertode entgegen. Sie über-trugen geduldig um Jesu willen, so jemandsie zu Sclaven machte, wenn jemand sie aufraß, wenn ihnen das, Ihrige genommenwurde, wenn man sich gegen sie erhob, undins Angesicht schlug. (2. Kor. K. 11. V. 20,Sterben für Christus, war ihr Gewinn, O wieherrlich
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Sechste Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 11. des Monats Julius 1817 in d. Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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