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Sechste Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 11. des Monats Julius 1817 in d. Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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13 schossen, so sendet der Herr einen Apostel, der ihn heilet, und Morgen steht er wieder ganz frei vor dem Kaiser. Soll ihm der Kopf auf einem Blutgerüste abgeschlagen werden, so erblickt, man die blaſſe Farbe des Todes auf dem Angeſichtee, seiner Henker, hingegen die Freude der Auset-wählten im Himmel auf dem Seinigen. Aus seiner Asche werden neue Christen. Das Blut spritzet zu allen Seiten, aber mit ihm flieget das Kreuz Jesu von einer Himmelsgegend zur andern.Es dringt in die Stadt Jerusalem. Es kömmt, in den Pallast des Nero, es schwinget sich auf die Säule des Trajans, es erhebet sich über das Kapitolium. Es stellt sich sogar über die Häup- ter der Kaiser, und über die Kronen der Könige.Es ist wie die Arche des Noe, welche sich, jemehr sie von den Stürmen herumgetrieben wurde, desto mehr über die Wässer der Sündfluth erhob, und der Glaube sieget selbst durch dieVerfolgung über diejenigen, die ihn verfolgen.Jemehr man sie unterdrückte, desto mehr wuchsen sie, und nahmen zu.Saget mir, rüft hier der h. Augustin aus, ihr, die ihr so große Liebhaber der Schauspieleseyd, wo werdet ihr wohl solche antreffen, diedenen gleich kommen, welche uns unsere Religion vorstellet? Hier erblicket ihr Tyrannen, die bey aller ihrer Größe und Hoheitverſchwin- den; hingegen Christen, die sich durch ihre eigene Ausrottung vermehren; hier erblicket ihr Mär- tyrer, die auf ihren Scheiterhaufen singen, und Todte, die wieder lebendig werden.GroßerGott