—9Er überschiffet das hohe Meer, nicht wie die Phi-losophen um Weisheit zu suchen, sondern um dieWeisheit Gottes anzukündigen, geht bis nachAthen, diesem Sammelplatz aller Gelehrten. Jaer steht schon auf dem Areopag, mitten. unterden epikurischen und stoischen Weltweisen, auf demAreopag, sage ich, vor dem der weise Socratesangeklagt, und wovon er zum Tode verurtheilt ward,auf dem Areopag, der Euripides und Plato abhielt, freies Bekenntniß über die Götzen abzulegen.(a) Auf dem Areopag endlich, der der eigentlicheSchutzherr und Vertheidiger des Götzendienstes, derSchatz aller weltlichen Weisheit war. (b) Er stehthier, er redet hier, und sein Wort ist der Sieg.Einige Männer hielten sich zu ihm, undglaubten. (Apostelg. K. 17. B. 34.)Glaubet nicht, M. Z. dies sey der einzige Siegunserer Religion über die Weltweisheit. Nein,was Paulus zu Athensthat, dies wirkte Petrus zuRom. Sie, diese Stadt, die mit dem NamenBeschützerinn aller Völker auch zugleich dieAlbernheiten aller Völker aufnahm, und hie-rin ihre größte Weisheit und Religion zusetzen schien, daß sie keinen Irrthum verab-scheuete, diese Lehrerinn aller Irrthümerwurde(a) Der h. Justinus in exhortatione ad gentes.(b) Plutarchus de Placitis Philosoph. C. VII.L. I. Aliqui Philosophorum in universumDeos negant, et Euripides Tragicus hocpalam profiteri noluit, timeas areopa-gum. — Ebenfalls Justinus oben!
Druckschrift
Sechste Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 11. des Monats Julius 1817 in d. Pfarrkirche zu Kaiserswerth
Entstehung
Seite
9
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten