Druckschrift 
Sechste Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 11. des Monats Julius 1817 in d. Pfarrkirche zu Kaiserswerth
Seite
10
Einzelbild herunterladen
 

10wurde durch ihn bald eine Schülerinn derWahrheit, die Stadt Gottes. (a) Auf derRednerbühne eines weisen Cicero steht jetzt einarmer Fischer Petrus. Welch eine Umschaffungder Welt! Sie ist der Sieg, den die Religion überdie Philosophie erhält.Aber wird die Weltweisheit diese herrliche Siegemit gleichgültigen Augen ansehen? Oder wird sieneue Kunstgriffe aussinnen, um die Religion zupernichten? Mag seyn, M. Z. aber jemehr sie sichhewaffnete, desto mehr wird sie unterdrücket, undindem sie neue Kunstgriffe aussann, both sie derReligion neue Mittel dar, um sie zu beschämen. Odörfte ich euch hier alle Kriege der Philosophie gegendie Religion ſchildern, damit ich euch auch zugleichden Triumph der Religion über die Philosophievorstellen könnte! Wie herrlich war nicht derTriumph, den der h. Justin über den PhilosophenCrescens erhielt, der den Glauben Jesu angriffden er nicht kannte. (b) Wie beſchämte nicht dergroße Origenes den Celsus aus der Seckte derEpikuräer, der mit der tiefsten Weltweisheitdie(4) Haec civitas, cum pene omnibus Domi-naretur gentibus, omnium gentium ser-viebat erroribus, et magnam sibi vide-batur assumsiſse religionem, quia nullamrespuebat falsitatem. Magistra errorisfacta est Discipula veritatis. Der h.Leo. Sermo. I. de Ss. Petro et Paulo.Indignus est, qui Philosophus dicatur,propterea quod publice de nobis, quaignorat, alseverat. Der h. Juslin. Apo-g. II.