8Er erwählte deßwegen Menschen, die bey derWelt in keinem Ansehen standen, um die Großender Welt zu demüthigen; und Ungelehrte, um dieG.ten zu unterrichten. Die Thoren vor derWelt hat Gott erwählet, um die Weisen zubeschämen, und die Schwachen vor der Welthat Gott ausgesöndert, um die Starkenzu Schande zu machen, und die Niedrigstenvor der Welt, die Verachteten, die Nichts-geltenden hat, Gott ausersehen, um jene, dieviel gelten, in ihrem Nichts darzuſtellen.(Ebend. V. 27. 33.) Zwölf arme Fischer, die ervon ihren Netzen abrüft, die er eine kurze Zeitunterrichtet, schicket er in die weite Welt; diesesollen die hohen Schulen der Juden aufheben, dieWeisheit der Griechen zernichten, die Beredsamkeitder Römer beschämen.O welch ein erstaunliches Schauspiel! Armuthsind ihre Waffen, das Kreuz Jesu ist der Schaßihrer Weisheit, der Befehl ihres Meisters ist dieVollmacht ihrer Sendung; hiedurch demüthigen siedie Reichen dieſer Welt, beſiegen die Weisheit derGelehrten, sie, die zuvor ihre eigene Sprache nichtkannten, sprechen jetzt alle fremde Sprachen, undNiemand kann sich dem Geiste widersetzen,der aus ihnen spricht. (Apostelg. K. 6. V. 10.)Erkübnet sich ein Abgesandter der jüdischenSchule, sich der Vollmacht zu widersetzen; so er-schallet ihm eine zerschmetternde Stimme, die auseinem jüdischen Saulus einen, christlichen Paulusmacht. Besiegt von der Stimme Jesus wird er bald.selbst Sieger für Jesus über die Weisheit der HeidenEr
Druckschrift
Sechste Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 11. des Monats Julius 1817 in d. Pfarrkirche zu Kaiserswerth
Entstehung
Seite
8
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten