30und vergegenwärtiget. Ehrfurcht, Herzensreinigkeit,Reue, Liebe und Inbrunst der Andacht sind alsodie Erfordernisse, die nöthigen Eigenschaften, mitwelchen wir der h. Messe beywohnen müssen.Es war aber Jesu dem liebenden Heilande nochnicht genug, daß er sein Opfer für uns verewigte;noch nicht genug, daß er im heiligsten Sakramentestäcs mitten unter uns wohnte; seine Allmacht ver-richtet das Wunder, seine Liebe reicht uns seinheiligstes Fleisch als die köstlichste Seelenspeise, alsdas lebendige Brod, welches vom Himmel gekom-men ist, und welches das ewige Leben gibt, seineLiebe reicht uns sein heiligstes Blut als die Quelledes Lebens und der Seligkeit. Wie müssen wirdieses göttliche, heiligste Sakrament empfangen?Ach! wer das Fleiſch des Herrn unwür-dig iſſet, ſein Blut unwürdig trinkt,der wird ein Verräther, ein Judas an Jesus, erißt und trink'r sich das Gericht der ewigenVerdammniß. (1. Cor. K. 11. V. 29.) Wer aberdas heiligste Sakrament würdig empfängt, der hatdas ewige Leben, und Jesus wird diesen am jüng-sten Tage zur glorreichen Auferstehung, zur ewigenSeligkeit erwecken. (Joh. K. 6. V. 55.)O meine liebsten Zuhörer! ich bitte, ermahne undbeschwöre euch also durch die Liebe Jesu Christi unddas Heil euerer Seelen: machet es nicht, wie jeneundankbaren Leute, welche alle zum großen Abendemahle des Herrn dringend und mehrmalen wareneingeladen worden, welche aber mit nichtigen Vor-wänden sich entschuldigend, von der zubereiteten Tafelzurück blieben, und endlich ausgeſchloſſen wurden.(Luk. 14.) Doch hierin tröstet, beruhiget mich derAnblick, welcher sich mir gegenwärtig darbeut: denn
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Vierte Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : Vortr. d. 9. des Monats Julius 1817 in d. Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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