31—ich sehe, an jedem Tage dieses großen Jubelfestesgehen Tauſende von euch zum Tiſche des Herrn.Ich muß alſo vielmehr ſagen: Maches es doch nichtso, wie jener verwegene Gast, welcher zur Hoch-zeitstafel des Königs hinzugehen, sich erkühnteohne das hochzeitliche Kleid anzulegen, welcher Un-glückliche deswegen mit gebundenen Händen undFüßen in die äusserste Finſterniß geworfen wurde.(Matth. 22.) Prüfet, prüfet euch vielmehrselbst, und zwar mit reiner Unpartheilichkeit, mirdem einzigen Verlangen, euer Herz, euere Gefin-nung, eueren ganzen Lebenswandel recht kennen zulernen, und aus demselben zu tilgen, was Jesusmißfällt, und alsdann erst möget ihr vondiesem Brode essen, und von diesemKelche trinken. (1 Cor. K. 11. V. 28.) Löſchet alſovor allem durch eine wahrhaft gründliche Buße alleeuere Sünden aus, leget ein Bekenntniß derselbenab, welches von Herzdurchdringender Reue ver-anstaltet wird, dem die Reue die wahre Aufrich-tigkeit und Vollständigkeit mittheilet; leget ab einBekenntniß, eine Beicht, welche ihre Gültigkeitdurch Aenderung und Beſſerung des Lebens, durchwürdige Früchte der Buße beurkundet. Seid ihrrein von Sünden, seid ihr gerettet von den Krank-heiten der Seele, dann betrachtet im lebhaftestenGlauben eueren gegenwärtigen Heiland, verlanget,seufzet nach Jesu, dem Geber der Hülfe, desTrostes und der Seligkeit; lasset euer Herz durch-dringen, gleichsam durchglühen von der Liebe Jesu,und euerer Gegenliebe; bethet an in tiefster Ehr-furcht, und so gehet zum Tische des Herrn.O euch Glücklichen! wenn ihr m. L. so vorbereitetdas heiligste Sakrament empfanget! HimmlischerTrost strömet als dann in euer Herz; göttliche Nah-
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Vierte Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : Vortr. d. 9. des Monats Julius 1817 in d. Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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