32rung erquikt euere schmachtende Seele; innigst mitJesu vereiniget genießet ihr die Süßigkeit seinerGegenwart, ihr frohlocket in der Fülle ſeiner Gna-den; Jesus ist in euch, ihr in ihm, und wennihr euch nicht von ihm trennt, ſo habet ihr dasPfand euerer ewigen Herrlichkeit, ihr seid sicher,daß Jesus euch zum Genuße der ewigen Seligkeitauferweckt.O liebster Jesus! Du der Anfang und das Endemeiner Rede! Du das göttliche Opfer, der Gegen-stand unserer Anbethung, und unsere Seelenspeisein diesem heiligsten Sakramente; hier in diesemWunder deiner Allmacht und Liebe wahrhaft undwirklich gegenwärtiger Gott und Heiland! In tiefsterEhrfurcht halte ich mich an dem Worte, welchesdu aussprächest, da du voll Erbarmung und Mildeden leiblichen Bedürfnissen der Menschen abhalfest:„Ich kann sie nicht hungrig nach Hause gehen„ lassen, denn sie müßten auf dem Wege verschmäch-„ een. Du haſt verſprochen: das Brod, welches ichgeben werde, ist mein Fleisch. "Du hast deinVersprechen am Vorabende deines Sterbtages er-füllet, du hast dein Fleisch und Blut uns zurSeelennahrung bereitet. Du hast befohlen: "Wenn“ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esset,„ und ſein Blut nicht trinket, ſo werdet ihr das„Leben in euch nicht haben. Du rüfst, du ladest“ ein: “ Kommet alle zu mir, die ihr mit Müheund Arbeit beladen seid, und ich will euch er-„quicken.„ O Jesus! verleih gnädigst, daß wirdich im heiligsten Sakramente oft würdig genießen;bis wir dich einst ewig genießen in dem Reichedeines himmlischen Vaters. Amen.
Druckschrift
Vierte Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : Vortr. d. 9. des Monats Julius 1817 in d. Pfarrkirche zu Kaiserswerth
Entstehung
Seite
32
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten