21Was aber die Wohlthat, Christen zuseyn, vollkommen macht, ist, daß, wiewir Kinder Gottes, und Brüder JesuChriſti geworden ſind, eben ſo mit Je-ſu Chriſto zur Erbſchaft berufenſind; (Rom. K. 8. V. 17.) und ſo machtdie Wohlthat, die uns zum Christenthumeberief, in ihren Wirkungen das wahre undeinzige Glück des Menschen aus. Im Men-schen liegt ein unersättliches Streben nachGlückseligkeit; und wo soll er dieselbe, dasheißt, eine solche Glückseligkeit finden, wel-che die Wunsche seines Herzens befriedigenkönnte? Die Erde ist zu begränzt, um dieGröße seiner Seele auszufüllen; die Zeit,wie lang sie auch dauern mag, zu kurz, umdas Ziel seiner Wünsche zu seyn; nur derGedanke, daß alles, was uns die Weltdarbiethen kann, mit dem Tode sich endiget,läßt uns die Vortheile der Erde nicht mitVergnügen genießen, sondern muß vielmehrSchmerzen erregen, und Bitterkeit verbrei-ten. Nein, dies ist nicht das betrübte Loosdes Christen. Du bist ein MiterbeJesu Christi, ruft ihm der Apostel zu.(Rom. 8. V., 17.) Seine heilige Religionzeiget ihm ein Reich nach dem Tode, woihm Gott eine unverwelkliche, eine ewigewelches dasKrone vorbehält; ein ReicReich
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Zweyte Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofs Suitbertus, Apsotels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetragen den 7ten des Monats Julius 1817 in der Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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