12barbarisches, grausames, und rohes Volk.Es ist beinebst bekannt, daß die beydenheiligen Ewalden, welche Gesellen unseresheiligen Suitberts waren, als sie kaum inihre Gegend eingedrungen, auf den Ver-dacht, daß ihr Heidendienst dadurch leidendörfte, zur Stelle der Eine enthauptet, derandere aber durch einen recht grausamenTod aus dem Wege geraumet worden.daß unserm heiligen Suitbert nicht dasnamliche widerfuhr, kam nur vom Schutzedes Königs Pipins her. Denn die Lebens-geschichte des heiligen Ludgers, ersten Bi-schofs von Munster hat es uns aufbehalten,daß gesagter Pipin, endlich der Einfällemude, dreißig Jahre nach dem Tode desheiligen Suitbers, nämlich im Jahr 748.Kaiserswerth befestigen lassen, um es widerdie unglaubigen Sachsen, Westphaler undEngerer zu schützen. Und eben so versichertuns Werner von Tietz in ſeiner NeuſſerChronick, daß Pipin dem tapfern Hunold,Grafen von Angiers, diese Festung widerdie ungläubigen Heiden zu vertheidigen über-tragen habe. Und da man doch so ziem-lich von der Roheit des Regenten auf jeneder Nation schließen kann, so meine ich,daß es hier am rechten Orte stehe, wasder bekannte Sexarius im 3ten Buche seinerMayn=
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Zweyte Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofs Suitbertus, Apsotels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetragen den 7ten des Monats Julius 1817 in der Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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