Druckschrift 
Zweyte Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofs Suitbertus, Apsotels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetragen den 7ten des Monats Julius 1817 in der Pfarrkirche zu Kaiserswerth
Seite
7
Einzelbild herunterladen
 

welches in den Finsternissen wan-delt; Menſchen, welche im Landedes Schattens des Todes woh-nen. (Is. K. 9 V. 2.) Eben so gräßlich ist dasBild, welches uns der Pater des heiligenJohannes des Taͤufers Zacharias beymheiligen Lukas davon entwirft, wo er dieGroße der Wohlthat der MenschwerdungJesu Christi darin setzt, daß er gekommensey, diejenigen zu erleuchten, wel-che in den Finſterniſſen, und imSchatten des Todes sitzen. (Luc. K. 1.79. V.) Sehet, m. Chr.! in wenigenWorten den Begriff, den wir uns nachdem Sinne des Propheten, und des Evan-geliums von unsern Vorfahrern machenmüssen. Blindheit des Verstandes, (dennsie wandelten in Finsternissen) und Ver-dorbenheit des Willens (denn sie saßenim Schatten des Todes) waren das trau-rige Loos, welches auf unsern Urvätern lag.Zwar hat die Güte unseres Gottesdem Menschen die Erkenntniß, daß ein Gottsey, eingepräget: denn, wie der gekronteProphet sagt: Das Licht deines An-geſichtes iſt in uns gezeichnet. (Pſ.4. V. 7.) Allein durch die Tyranney,welche der Satan von der Sünde des er-sten