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zu stellen, und mit den von Turenne angeworbenen Truppen 5000 Mann spa-nischer Truppen (2000 Mann Fussvolk und 3000 Mann Reiterei), die derKönig auf eigene Kosten zu unterhalten hatte, zu vereinigen. Dabei war manübereingekommen, dass die Garnisonen in den eroberten Festungen folgender-massen vertheilt werden sollten: in den Grenzfestungen spanische und imInnern Frankreichs Turenne's Truppen, ferner dass der Friede nicht frühergeschlossen werden sollte, als bis alle Anhänger der französischen königlichenPrinzen wieder in ihre Rechte eingesetzt würden, und endlich, dass die Prinzen,im Falle ihrer Befreiung vor dem Friedensschlüsse, zu den Waffen greifen undalles Mögliche anwenden sollten, um einen ehrenvollen und langen Frieden zwi-schen Frankreich und Spanien herbeizuführen. Nach Ratificirung dieser Conven-tion seitens des Königs von Spanien sandte Turenne der Königin-Regentin,Anna von Oesterreich, ehrfurchtsvolle aber entschiedene Bedingungen zurfriedlichen Lösung der Zwistigkeiten, warb jedoch unterdessen Truppen an undbereitete sich zum Feldzuge im Bunde mit dem spanischen Heere vor. DieSpanier beabsichtigten selbst in die Picardie einzurücken und wollten, dassTurenne zu derselben Zeit in die Champagne einmarschire. Turenne aberging darauf nicht ein, sondern zog es vor, sich der spanischen Armee anzu-schliessen, um die Festungen des inneren Frankreichs anzugreifen und dann Di-versionen zuGunsten der Anhänger der Fronde, die sich in Bordeaux zu Gunstender gefangenen Prinzen bewaffnet hatten, zu machen. Nach seiner Vereinigungmit der spanischen Armee wurden zuerst belagert: in der ersten Hälfte desJuni die kleineren Festungen Le Catelet und Guise, bei welcher letzteren diekönigliche französische Armee stand. Die Belagerung von Guise fiel jedoch un-günstig aus, das verbündete Heer hob dieselbe auf und zog sich zurück, be-lagerte und eroberte aber eine Woche später La Capelle und rückte dann nachVervins vor, wohin der Erzherzog selbst kam und den Oberbefehl übernahm.Die beiden gegenüberstehenden Armeen waren fast gleich stark, indem jede vonihnen 10—12,000 Mann Fussvolk und 6—7000 Mann Reiterei zählte. AufTurenne's Vorschlag rückte die spanische Armee zum Flusse Aisne vor und diefranzösische zog sich nach Rheims zurück. Turenne hatte die Absicht, dieletztere zu umgehen und gerade nach Paris zu marschiren, um den Prinzen Condezu befreien, konnte dieses aber nicht ausführen, weil der Erzherzog und die spa-nischen Generäle dazu ihre Einwilligung nicht gegeben haben würden, indem siesich schon von vorn herein weigerten, die Aisne zu überschreiten. Jedochunternahm Turenne persönlich mit 3000 Mann Reiterei und 500 Musketiereneine grosse Recognoscirung nach Fismes, griff in der Nähe desselben 10 Regi-menter französischer Reiterei an, warf sie und zwang sie zum Rückzug nachSoissons. In Folge dessen marschirten die Spanier nach Fismes und stelltensich zwischen der französischen Armee in Rheims und der französischen Haupt-stadt auf, gingen aber nicht weiter. Mit dem Herzoge von Orleans in Pariswurden Unterhandlungen angeknüpft, die einen ganzen Monat währten, aber zu