484
Nr. 307.
König Wenzel ertheilt der Stadt Köln die Zusicherung, dass sie weder
wegen des ersten noch des zweiten Auflaufes in Anspruch genommen
werden solle. — Prag, 1397, 6. Januar.
1397 Wir Wentzlaw von gotes gnaden Komischer kunig, zu allen zeitenmerer des reichs und kunig zu Beheim, bekennen und tun kunt offen-lichen mit diesem brieve allen den, die in sehen oder hören lesen, daswir umb alle sachen, ufflewffe und geschieht willen, so wie sich dievorher von allen gefangen und ufflewff wegen tzu eyngen tzeiten ineynger weise bynneu oder ussen Colne ergangen haben mögen, es seyvon den ersten oder letzten ufflewffen, geschichten und gelangen, odervon dengeenen, die in dieselben geschieht gehorent und des antreffendesind, sie sind in Colne oder dorussen, oder ouch van allen dengeenen,dan abe vor tzeiten gericht worden ist, so wie das ouch gefertiget istgewest, bis uff diesen hewtigen dage datum ditz brives, domite diegmeine bürgere und stat van Colne und ouch dieselben gefangen, alswir meinen, wider uns und das heilige reiche getan haben solten,keinerley recht, vorderunge, anspraiche, ussheisschunge noch ladungevor uns selber noch unsem hofrichter unsers hofgerichtes oder yemandenanders, dem wir das van unsen wegen bevolhen betten, oder namalsbevelhen wurden, zu der egenanten stat, bürgeren ind insess'en vonColne achtermalz nymmermer tzu dheinen tzeiten haben noch kerensollen noch ouch lassen keren oder geschehen in dheine weys; und weres ouch sache, das dheinerley brive, ussladunge oder gesetze umb dieseegenanten ufflewff, geschieht und gefangen willen von uns vor datumditz brives yemanden gegeben oder bevolhen weren, oder namals nochdatum ditz brives ussgeschickt, gegeben und vorlihen wurden, die widerdiese gegenwertige unsre brive und gnaden weren, es were ladung oderwiderrufbrieve, domite die egenante stat, bürgere ind insessen vanColne angesprochen, bekroedet, bekuniert oder angelangt werden mochten,so wollen wir, das dieselben brive wider diese kunigliche unsre maiestatbrive kein craft noch macht haben sollen in dheine weys, wann sieuns und dem heiligen reiche von denselben egenanten ufflewffen, ge-schichten, gefangen und dovon gericht ist, gantze redliche underweisungeund volkumene benugung ertzeiget und getan haben; und gebietendorumb allen und iglichen fursten, geistlichen und werntlichen, grafen,freyen herren, dinstluten, rittern und knechten und sust allen andernunsern und des reichs getrewen und undertanen ernstlichen und vestic-