Druckschrift 
2 (1894)
Entstehung
Seite
512
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512 Nachträge und Berichtigungen zum ersten Bande.

burger Gründangsgeschichte wird gänzlich in Abrede gestellt vonPaul Simson, NA. XIX, 341 ff. Nur noch den Anfang dieser Ab-handlung habe ich von diesem Heft benutzen können.

S. 354, Anm. 1. In der Zts. f. Geschichtswiss. IX (1893), S. 103111, be-hauptet R. F. Kain dl, doch ohne genügenden Beweis, dafs die PassioAdalberti nur ein Auszug sei, und bezweifelt die Abfassung vordemJahr 1000. Berichtigt wird, dafs Bielowski schon 1856 die Passio ent-deckte. Auch werden alle Schriften über Adalbert aus dem Mittelalterverzeichnet. G. Waitz hat SS. XV, 2, 708 nach einer älteren Aus-gabe von K§trzyiiski eine Translatio S. Adalberti gegeben, welchein einer Handschrift saec. XV. enthalten ist, und S. 1319 Verbesse-rungen der neuen Ausgabe von K. in SS. Polon. V. e cod. s. XIV med.nachgetragen. Da ist es Otto III, welcher den Körper auslöst und nachGnesen bringt, an der weiteren Fortführung aber verhindert wird. DieGeschichte ist fabelhaft und raufs aus später Zeit stammen, obgleichdie Fortführung der Reliquien nach Prag 1039 ganz ignoriert wird.

S. 354, Anm. 2. Ueber die 2 Roccnsionen der Vita Adalberti von Brunound die Zeit der Abfassung handelt eingehend R. F. Kain dl, Beiträgezur älteren ungarischen Geschichte (Wien 1893) S. 62 ff. Von dems.ein Aufsatz zu Brun von Querfurt im Hist. Jahrb. 1892, S. 493 ff., woaus der Vita quinque fratrum Nachrichten über ihn entnommen wer-den, die auf Zeit und Ort der Abfassung der Vita neues Licht werfen,s. NA. XVIII, 703.

S. 357. Uhlirz, Gesch. d. Erzb. Magd. S. 164, vermuthet, dafs Thietmardie Urk. DD. Ott. II n. 90 gefälscht habe, um dem Bisthum einen strit-tigen Wald zu erhalten, was nach damaliger Auffassung als löblichgelten mochte. Anm. 1, Z. 5 1. Lindecke.

S. 363, Anm. 1. Das Werk des Albwinus heremita kommt mit einerDedication an Arnoldus Parisiensis canonicus vor im Cod. Phill. 2004.Abdr. ders. bei V. Rose, Verz. d. lat. Meerman-Hss. S. 108.

S. 364, An. 1. Die Notae Tegernseenses sind wiederholt SS. XV, 2,1067, nebst einem Verzeichnifs der vom Abt Aribo (11021134) er-worbenen Reliquien.

S. 365. Ueber eine Kirchweihe des Erzb. Rodbert in Udern, einer Be-sitzung des Klosters Metlach, im J. 932, eine Egberts in Luxem-burg 987, SS. XV, 2, 1282.

S. 369, Z. 1. E. v. Ottenthai hat sich in d. Mitth. d. Inst. Ergänzungsbd.IV, S. 3276, viele Mühe gegeben, nachzuweisen, dafs die Nachrichtenüber die Einwirkung des Kaisers Otto auf den päbstlichen Stuhl beidem Cont. Reginonis, Liudprand, Benedict von St. Andreaund im liber pontificalis so viel Uebereinstimmung zeigen, dafs einegemeinsame Quelle angenommen werden müfste. Als solche vermutheter ein ausführliches Rundschreiben der Synode vom Juni 964. In ähn-lichem Sinne hat Herr Dr. Rieh. Hirsch in Leipzig mich brieflichauf die Ausführung hingewiesen, durch welche L.Ranke, Weltgesch.