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von 1041 bis 1089, Diss. Lips. 1880; über die Fragmente Loserth, Arcb.d. W. Ak. LXIV, 17. Ebenso verhält es sieh mit dem von Boezek in„Mähren unter Rudolf I" (Abhandlungen d. k. böhm. Ges. d. Wiss. N. P.Band IV, 1837) angeführten Anonymus Zabrdowicensis und Wele-gradensis (vgl. Ginzel, Cyrill und Method S. 41 n. 8. S. 89 n. 15),und mit den vorgeblichen Olmüzer Aufzeichnungen über Zdislaw vonSternberg, s. Palacky, Der Mongolen-Einfall von 1241, Abhandlungen d.k. böhm. Ges. d. Wiss. V, 2 (1842) S. 399. Dudik VIII, 5 bemerkt, dafsPeschina von Czechorod Annalen von Trebitsch und Hradisch anführt, da-gegen keine von Obrowitz; dafs ferner die im Landesai'chiv vorhandenenaus Obrowitz von 1660, Hradisch von 1676, Welehrad von 1737, keineSpur älterer Aufzeichnungen zeigen.
In Schlesien bat im Anf. d. 17. Jahrb. Abraham Hosemannein keckes Spiel mit erdichteten Städtechroniken getrieben, welches Grün-hagen in der Zts. d. hist. V. XVIII, 229—242, zur Warnung und Ergetzungdargelegt hat.
In Polen kam 1825 ein klägliches Machwerk zum Vorschein, dieChronik des Prokosch, angeblieh im zehnten Jahrhundert geschrieben,mit Zusätzen aus Kagnimirs Chronik aus dem elften Jahrhundert, s.Drobowsky in den Wiener Jahrbb. XXXII, 77. In Preussen erdichteteim Anfang des 16. Jahrhunderts der Dominicaner Simon Grünau aus Tol-kemit am Frischen Haff die Chronik des Bischofs Christian im 13. Jahr-hundert, der angeblich den Reisecommentar des Dywonys zur Zeit desKaisers Augustus in russischer Sprache mit griechischen Buchstaben ge-schrieben, gefunden und benutzt haben sollte, s. Toppen, Gesch. d. preuss.Historiogr. S. 178.
Oesterreich liefert für diesen Ehrentempel den gelehrten Cister-cienser von Lilienfeld, Hanthaler, welcher sich für seine Fasti Campili-lienses die mangelnden Schriftsteller selbst anfertigte, nämlich Ortilonisde Lilienfeld Liber de exordio Campililii (I, 2, 1291) und desselbenNotulae ex Aloldo Peklariensi (I, 2, 1275). Schon Calles in dem Vor-wort seiner Annales Austriae (1750) beseitigte Ortilo, und sprach, wennauch mit Schonung, seinen Verdacht gegen den ganzen Quellenfund aus:vgl. Blumberger in den Wiener Jahrbb. 1839, Band 87, Anzeigebl. S. 41;Chmel, Handschriften der Wiener Hofbibl. II, 656; Waitz, Heinrich IS. 237 ed. II, S. 244 ed. III. Ferner Lewpoldi Campililiensis breveexcerptum e chronico Ricardi canonici Newnburgensis (I, 2, 1308)und Pernoldi de ord. Praedicatorum Chronicon Friderici bellicosi (I, 2,1312), vgl. Palacky in den Abhandlungen der k. böhm. Ges. d. Wiss. V,2 (1842) S. 29; Wattenbach, Die österr. Freiheitsbriefe, Archiv d. WienerAk. VIII, 105—107; Zeifsberg in der Einleitung zu seiner Ausgabe desLilienfelder Necrologium.
Fälschungen des 18. Jahrh. sind ein angebliches Werk des Johannesarchidiaconus de Gwerche im 14. Jahrh. über südslavische Geschichte,herausgegeben in den Mon. spect. hist. Slav. merid. VII, 471 ff. und die