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2 (1894)
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494
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494 Beilage.

alte lateinische cronica teutscher Sachen" angeführt, von Abt ArnfridtvonMarspurg im herzogthumb Engern in Westphalen, welches Mars-purg ain aptei Benedictiner Ordens und von Kaiser Karle dem grofsen ge-stift ist worden", also Eresburg. S. 38 ist eine längere Stelle über dasJahr 776 mitgetheilt, durch die lateinische Form, die an Aventin erinnert,und die Familiennamen als neues Machwerk kenntlich, mit dem der Frei-herr von Zimmern sich vermuthlich hatte täuschen lassen. Es reiht sichdadurch jenen Turnierbüchern an, deren I, 8 gedacht wurde. Nichtbesser wird es auch mitAzzonis, eines alten Märseburger Canoniciregularis Chronico MS. oder Vita Henrici Aucupis" bestellt sein, woraufsich Vulpius beruft, und behauptet, es sei in Wachs geschrieben; s. Pertz'Archiv XI, 141. Da nun in Eresburg oder Marsberg, nicht aber in Merse-burg, regulierte Canoniker waren, so liegt es sehr nahe, diesen Azzo füridentisch mit jenem Arnfridt zu halten. Doch finden sich später wirklichBenedictiner in Eresburg. Eine andere sagenhafte Nachricht über Hein-richs I Ungernsieg hatte W. W. von Zimbernex libello monasterii SanctiJacobi", Forsch. XV, 652.

Hieran schliefst sich das einst vielbenutzte und noch in neuer Zeitvertheidigte Chronicon Corbejense, gedr. bei Wedekind, Noten I,374399, welches von Falcke oder Pauliini gefälscht ist, s. Waitz undHirsch in den Kankeschea Jahrbüchern III; Wigand, Die Korveischen Ge-schichtsquellen, 1841: Klippel, J. F. Falcke und das Chronicon Corbejense,1843; Potthast S. 212; Giesebr. I, 796. In dieselbe Sippschaft gehören dieAnnales Corbejenses 8151471, in Paullinis Syntagma III, S. 369 bis420; Leibn. II, 296319; die Annales oder Fasti Corbejenses 1144bis 1159 bei Harenberg, Mon. ined. I, 4589, vgl. MG. SS. III, 1, PotthastS. 124; die Mindensche Chronik des Busso Watensted, s. H. Lewinson,Die etc. (Pauliini, Synt. III, 543) eine Fälschung Paullinis, Paderb. 1890,die Hildesheimer Chronik von Jacob Reutelius, Synt. III, 73112, dasBre-viarium Fuldense des Cornelius, S. 424444, das Gedicht des Christo-phorus Eschlebius S. 595600, und das Chronicon Huxarienso,Syntagma II, S. 1159, welches angeblich von Peter Visselbeck, einem1395 verstorbenen Benedictiner zu Eresburg, begonnen, und von Gregor"Wittehenne bis 1498 fortgesetzt sein soll. Ebenso das angeblich von einemAbte von Corvey von 1053 bis 1071 herrührende, im Chron. Corbej ange-führte Registrum Sarachonis, s. R. Wilmans, Kaiserurkunden S. 56 u.107 mit Beziehung auf eine Untersuchung von Spancken in der Zeitschriftf. vaterländ. Geschichte XXI, 1 ff. Wilmans, Additamenta zum Westf. ÜB.(1877) S. 10 über 3 von Falcke erfundene Urkunden.

Nicht besser ist das von Falcke angeführte Chronicon de dominis deDalewig von David Nettelberg, s. Pistor, Untersuchungen über Joh.Nuhn (1893) S. 11, Anm. Als Fälscher von Urkunden zur Geschichte vonPaulinzelle ist Pauliini greifbar nachgewiesen von Dr. Dieterich, NA.XVIII, 447 489, der Falcke für persönlich unschuldig und nur ge-täuscht hält. Doch scheint jede ihm günstige Annahme schwinden zu