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2 (1894)
Entstehung
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307
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Kloster Admunt und die Nonnen daselbst. 307

hinzu; die Fortsetzung bis 1186 zeigt noch vielfach Uebereinstim-mung mit den Annalen von Salzburg und Garsten und erstreckt sichdann selbständig bis 1250. Sie ist nicht gerade sehr reichhaltig,aber zuverlässig und hat uns manche eigenthümliche Nachrichtenaufbewahrt, die um so werthvoller sind, da aus diesen Gegendensonst nur wenig überliefert ist 1 ). Dafs in Admunt auch ein kurzerAbrifs von dem Leben des Stifters, Erzbischof Gebehard, aufge-schrieben und das Martyrium seines Nachfolgers Thiemo verherrlichtwurde, ist bereits (S. 76) erwähnt. Gegen das Ende des zwölftenJahrhunderts wurden diese kurzen Nachrichten erweitert und dieGeschichte des Klosters, verbunden mit einigen Angaben über dieErzbischöfe von Salzburg, bis 1177 fortgeführt. Später fügte manhierzu noch ein Excerpt aus den Admunter Annalen bis 1231 undführte die Klosterchronik von da bis 1259 fort 3 ).

Die Salzburger Annalen endlich scheinen weniger auf denenvon Melk als auf gemeinschaftlicher Grundlage mit ihnen zu be-ruhen, zeigen dann Verwandtschaft mit den Admunter und GarstenerAnnalen bis 1186, und sind von Salzburger Domherren, hin undwieder auch abweichend in eioem anderen Exemplare von Mönchenbei St. Peter, mit immer zunehmender Ausführlichkeit fortgesetztbis 1286. Namentlich über Rudolfs zweiten Krieg gegen Otakarist eine vortreffliche und umständliche Darstellung aufgenommen.Dann trat eine längere Unterbrechung ein, worauf um 1307 Wei-chard von Polheim die Lücke fast ganz wörtlich aus Eberhard vonAltaich ausfüllte und mit neuem Eifer bis 1327 fortgefahren wurde 3 ).

Theilweise auf denselben Quellen beruht auch ein erst neuerlich

') Annales Admuntenses SS. IX, 569 — 593. A. v. Jaksch über denCanonisationsprozefs der Gräfin Hemma von 1466, Mitth. d. Inst. IV, 284bis 287, theilt Spuren alter Annalen mit, vgl. NA. IX, 247.

2 ) Vita Gebehardi, Thiemonis, Chunradi, Eberhardi, Chunradi II archie-piscoporum cum Chronico Admuntensi ed. Wattenbach, MG. SS. XI, 33 bis50. A. v. Jaksch in d. Mitth. d. Inst. VI, 454, berichtet über ein ausMilstat stammendes Fragment in Klagenfurt.

3 ) Annales S. Rudberti ed. Wattenbach, MG. SS. IX, 757—823, wosich die Matseer Annalen von 1305—1395 und eine Fortsetzung aus demKloster St. Peter von 1375—1398 anschliefsen. Ueber die aus Vinc. ßello-vac. entnommene Notiz von der mongol. Gesandtschaft 1249 s. Fr. Zarncke,Abh. d. phil. hist. Cl. d. kön. Sachs. G. d. W. VIII (1876) S. 82, u. überd. Jahr 1280 S. 101. Bei Meiller, Salzb. Reg. S. 438 Klageverse d. Salzb.Domherren gegen St. Peter, den Streit über St. Ruperts Grab betreffend.Ueber das in den Mats. Ann. an Chronica minor, Herrn, u. Eberh. Altah.gefügte Stück s. Arch. d. W. Ak. XIV, 11—17. Aus dem 1130 hergestelltenStift St. Peter stammt der schöne Codex, beschrieben von K. Lind: EinAntiphonar im Stift St. Peter, mit 26 Tafeln. Mitth. d. k. k. Centralcom-mission XIV (1869) 167—189. Ein Catalogus librorum S. Petri saec. XII

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