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2 (1894)
Entstehung
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271
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Corvey. Otto von Freising. 271

eine litterarische Reisefrucht brachte Wibald, vermuthlich von derReise zum Reimser Concil 1148, aus Hautvillers mit, eine merk-würdige sagenhafte Erzählung über die Geburt Karl Martells, welchenebst anderen Aufzeichnungen in der Steinfelder Hs. des Einhardu. a. aufbewahrt ist 1 ).

§ 4. Otto von Freising und seine Fortsetzer.

Ed. princeps von Cuspinian, Strafsburg 1515 f. Erste kritische Ausgabe von R. Wil-mans, MG. SS. XX, 83493, u. Sep.-Abdr. in 2 Bänden 1867. TJeber die Gestas. unten. Debers. von Horst Kohl 1880 ff., Geschichtschr. Xlf, 8. 9. Vgl. L. Giese-brecht, Wendische Geschichten HI, 338. WaitzinSchmidtsZeitschr.il, 110- Stalin,Wirt. Gesch. II, 12. Huber, Otto von Freising, München 1847. Th. Wiedemann,Passau 1849. Ludw. Lang, Psycholog. Charakteristik, Augsb. 1852. R. Wilmans, TJeberdie Chronik Ottos von Freising, Archiv X, 131 173. Zur Geschichte der Hand-schriften derselben'ib. XI, 18 64. Vcrhältnifs zu den Witteisbachern 65 76; vgl.Wattenbach im Archiv d. W. A. XIV, 58, Wilm. SS. XX, 109. TJeber die ZüricherHandschrift (Wilm. C 2) vgl. auch Büdinger, Ton den Anfängen des Schulzwanges(Zürich 1865) S. 4045. Fragm. mit Chron. VI, 8 saec. XII. in Zwottel zum Ein-band des cod. 116 verwandt, Fräst im Arch. d. W. Akad. 1849. I, 398. TJeber dencod. Run. P. Anton Weis, Beiträge zur Kunde Steierm. GQ. XII, 38. Charac-teristik von K. W. Nitzsch HZ. III, 334 f. Sorgenfrey im Progr. d. Greizer höh. Bürger-schule 1873. Giesebrecht IV, 394-399. E. Bernheim, Mitth. d. Inst. VI, S. 1-54:Der Character 0. v. Fr. u. seiner Werke- Angaben über sein Leben in den Kloster-nenburger Annalen, MG. SS. IX, 610, und Gesta Friderici IV, 11 von Rahewin, mitBenutzung derselben u. des Conr. Sacrista nebst Urkunden und Briefen, auch zuerstmit Ausscheidung der Fälschungen Hanthalers, in R. Wilmans Vorrede; mit Berich-tigungen in d. Ausg. der Gesta von Waitz - Perlbach, NA. XIV, 189 über Benutzungbei Dlugosch.

Otto, Bischof von Freising, war ein Sohn des Markgrafen Liut-pold des Frommen von Oesterreich und seiner Gemahlin Agnes, derTochter Kaiser Heinrichs IV, Witwe Friedrichs von Staufen; ge-boren ist er nicht vor 1111. Sein Vater bestimmte ihn zum Probstedes von ihm neu begründeten Chorherrnstiftes Klosterneuburg,schickte ihn aber, bevor er diese Würde wirklich übernahm, derStudien halber nach Paris, was um diese Zeit bei den vornehmenund reichen jungen Clerikern üblich zu werden anfing. Hier inParis blieb Otto mehrere Jahre, machte auch einmal von da auseinen Besuch in der Heimath; als er endlich seine Heimkehr ange-treten hatte, kam er auf der Reise mit einem Gefolge von fünfzehnausgesuchten (electissimis) Clerikern zur Abtei Morimund, wo sieübernachteten. Da machte nun der Orden der Cistercienser, welcherdamals noch in seiner ersten, frischesten Entwicklung und vollenReinheit sich befand, einen so überwältigenden Eindruck auf Otto

d. Germ. Mus. XXI, 38. Um 1160 ist in Corvey der überarbeitete Codexdes Thietmar mit Zusätzen geschrieben, den der Annal. Saxo benutzt hat,s. Wilmans S. 109112.

') Historiae Francorum Steinveldenses ed. Waitz, SS. XIII, 726729.