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2 (1894)
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248
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248 v - Staufer. § 1. Allgemeines.

bediente 1 ). Im Wundermachen erlangte man eine grofse Fertigkeit,und Schriftsteller der Zeit klagen über die vielen betrüglichenWunder 8 ), und dafs sich auch die Ketzer darauf so gut verstanden 3 )Denn während die Kirche die Herrschaft über die Gemüther verlor,während sie begann in Unwissenheit und Fanatismus zu versinken,mehrten sich auch die Klagen über die zahllosen Ketzer, die mandann mit Feuer und Schwert verfolgte*). Philipp August von Frank-reich wird von Wilhelm Brito (I, 371 ff.) gepriesen, weil er seineRegierung damit begann, die Juden zu vertreiben und die Juden-schulden, doch gegen Zahlung eines Fünftels an den Fiscus, zu er-lassen, die Ketzer zu verbrennen. Bekannt sind Friedrichs IIEdicte gegen die Ketzer. Um dieselbe Zeit wird Leopold derGlorreiche von Oestreich besonders gerühmt, weil er Ketzer bratenund sieden liefs 5 ), und dasselbe that schon König Heinrich II von

1 ) In der Schrift de Sanctis et pignoribus Sanctorum, Opera ed. Dache-rius p. 327 ff.

2 ) So schon Wolf her in Vita Godeh. II, c. 34, MG. SS. XI, 216.

3 )Hisdem temporibus tanta portenta falsorum signorum per hereticosfacta sunt, ut plurimis obstupescentibus jam omnino instare perditi hominisadventus apud plerosque fideles creditum sit." Ann. Brunwillar. 1145,SS. XVI, 727. Vgl. Ann. S. Jacobi Leod. ib. p. 641. August, min. 1146.Scheftlar. 1147. Gerhoh. Reichersberg. 1147 über die aus dem Morgen-lande heimkehrenden Betrüger. Caesarii Dial. V, 18. Waltber Map spottetsogar über die vorgeblichen Wunder des h. Bernhard, und Abälard überNorbert, MG. SS. XII, 666 n. 2426. 1147 Wunder und Zulauf inWürzburg gegen den Willen des Bischofs, SS. XVI, 4.

4 ) Um 1112 Tanchelm in Antwerpen, dessen Anbänger sich nach Cölnverbreiteten, s. H. C. Stein de Friderico archiep. Colon, p. 38. Moll, Kerk-geschied. II, 3, 4259. V. Norberti, MG. SS. XII, 691. Eberwini abb. Stein-feldensis epistola ad Bernhardum de hereticis juxta Coloniam repertis etcombustis, Mab. Anall. p. 473 und Opera S. Bernh. ed. Mab. I, 1490 mitden beiden Predigten Bernhards, welche sich darauf beziehen. Ketzer beiSoissons, Guib. de vita sua III. 16, p. 519; in Lüttich 1135, Ann. Aqu. etRod. SS. XVI, 711; 1143 in Cöln, Ann. Brunwil. p. 727; ib. 1163, Ann.Aqu. et Colon, max. SS. XVII, 778. Theodericus aedituus, Rbeinl. Jabrbb.XLI, 48. Caesarii Dial. V, 19. Hugo Metellus hetzte den Bischof Heinrichvon Toul (1126-1165). In Arras 1193, Sigeb. Cont. Aquicinct. VI, 421.Ann. Floreff. SS. XVI, 625. Heinrichs VI Verfolgung der Patarener,Toeche S. 431. 1206 Judenverfolgung in Halle, Ann. Reinhardsbr. p. 108.Grofse Ketzerverbrennungen in und um Strafsburg 1212 und 1230, Ann.Marbac. SS. XVII, 174, 176. Colmar. min. ib. 189. S. Trudp. p. 293.Caes. III, 17. Heinrich Minnekes Verbrennung in Hildesheim 1225, s. Suden-dorfs Registrum II, 160. Verschiedene Ketzergeschichten bei Caesar. III,16. V, 2025. IX, 12. Als Reichsgesetz erscheint der Feuertod zuerstin der Constitution von 1224, s. Fieker, Entstehungszeit des Sachsen-spiegels, S. 94. Seit 1227 nimmt der Pabst die Inquisition in die Hand undüberträgt sie den Dominicanern. Vgl. im Allg. H. Ch. Lea, A history ofthe Inquisition, New York 1888; P. Fredericq, Geschiedenis der Inquisitiein de Nederlanden I, 1892, u. Corpus documentorum I, Gent 1889.

5 ) Welscher Gast 194».