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2 (1894)
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11
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Wipo. 11

Diese traurigen Folgen traten aber erst später ans Licht; alsder Kampf zuerst ausbrach, brachte er vielmehr neues Leben undneue Bewegung in die Litteratur. Man kämpfte nicht minder mitder Feder als mit dem Schwerte, und es erwuchs in kurzer Zeiteine reiche Fülle von Streitschriften, die zum Theil mit grofserKunst und Gewandtheit verfafst sind'). Aus der Geschichte wieaus dem eben jetzt mit neuem Eifer ergriffenen Studium des römi-schen Rechts werden die "Waffen entlehnt, und Stil und Sprachewurden auch für diesen Zweck sorgfältig geübt, theils in den Kanz-leien der geistlichen und weltlichen Herren, theils in den jetzt inItalien und Frankreich entstehenden eigenen Schulen zur Erlernungdes Geschäftstils 2 ).

Versuchen wir es nun, das umfangreiche geschichtliche Materila.dieser Periode zu überblicken. Die geographische Eintheilung, wel-cher wir bisher folgten, läfst sich hier nicht mehr allein festhalten,weil der Verkehr und die gegenseitige Einwirkung sich zu sehr ge-steigert haben: wir werden uns von den Hauptwerken leiten lassenund diesen die übrigen gruppenweise anreihen.

§ 2. Konrad II. Wipo.

Wiponis Opera ed. Pertz, MG. SS. XI, 243-275. Bes. Abdruck, Hann. 1853; ed. Bres-lau 1878. Uebersetzung der Vita von Buchholz (mit Lambert) 1819; v. W. Pflüger,Berlin 1877. 2. Ausg. 1888 (Gescbichtscbr. XI, 3, 41. Bd.) G. IL Pertz, Uebcr WiposLeben und Schriften, in den Abhandlungen der Berl. Ak. 1851. Stenzel II, 20.4149. Waitz in Schmidts Zeitschrift II, 104. Schubiger, Die SäugerschuleSt. Gallens (Eins. 1858) S. 90-95. W. Giesebrecht, Kaiserzeit II (5. A.), S. 560.Vgl. auch Steindorff, Heiur. III, I, 127. W. Arndt, Wahl Konrads II, 1871.Fr. Wagner desgl. Jul. Oarttung, Studien zur Geschichte Konrads II, Bonn. Diss.1876. W. Pflüger im NA. II, 129-156. H. Brefslau ib. 580-595. Ilarttuug u.May, Forsch. XVIII, 612-624. May, NA. IV, 413 n. 415; dazu Brefslau NA. V,195 und im Jahresbericht der Geschichtswiss. I, 144. Harttung, Untersuchungen zurGesch. Kour. II, 1890; vgl. Steindorff, GGA. 1891, N. 21. Den Fl. Atis, c. 14, er-klärt CipoIIa, Arch. Stör. Lomb. XVIII, 157 ff. als die Adda. Stellen, wo Einh. V.Caroli u. alte Schriftsteller von ihm benutzt sein sollen, stellt Manitius zusammen,NA. XI, 4566. Halbverse iu den Gesta Chuonr. u. Verbcss. zum Tetralogus vonA. May, Offenburger Gymu. Progr. 1889. Phantasieen von G. Pagaui abgewiesen NA.XVIII, 351. 703.

Ueber Wipos Herkunft und Leben ist uns nichts bekannt, alswas aus seinen Schriften hervorgeht. Er war Priester und CaplanKonrads II, bei dessen Wahl er zugegen gewesen ist; vielleicht fander damals Gelegenheit in den Hofdienst einzutreten. Seine Kränk-

') S. darüber Stenzel, Frank. Kaiser I, 496 ff. Floto, Heinrich der Vierte11,283 303. Helfenstein, Gregors VII Bestrebungen nach den Streit-schriften seiner Zeit, Frankf. 1856. Sammlung derselben in der Abth. derMG. Libelli de lite Imperatorum et Pontificum saeculis XI. et XII. conscriptiI. 1891. II. 1892.

2 ) S. über diese Dictatoronscliulon Wattenbach im Archiv d. W. Ak.XIV, 2994. Rockinger, Ueber Formelbücher vom dreizehnten bis sech-