184 Siebentes Kapitel.
für mich nicht der Mühe lohnen würde, meine Absichtauszuführen; die wirklichen Gründe seiner Ablehnungwaren selbstverständlich leicht genug zu durchschauen.
Diese drohende Haltung hatte sofort den gewünsch-ten Effect; er bat demüthig, ihm nicht zu zürnen, da ermich wirklich zum Districtsgouverneur führen wolle, der— und dabei kam erst die volle Wahrheit an den Tag'—,wie er mir versicherte, bereits vor mehrern Stunden, nachEmpfang meines Briefes, sich an Bord der „Rona" ver-fügt Latte; er wolle es mir überlassen, ihn zu bestrafen,falls sich seine Aussage als Lüge herausstelle. Es warnicht wahrscheinlich, dass der Mann es wagen würde,unter den Umständen eine Unwahrheit zu sagen, und esblieb daher nichts übrig, als den Weg nach unserm Anker-platz wieder einzuschlagen. Ich bedeutete ihn jedoch, dassich ihn nicht eher freizugeben gedächte, bis sich seineAussage bei unserer Ankunft an Bord als wahr erwiesenhätte.
. Wir setzten darauf unsern Weg längs der Bergefort, bis wir in ein stark bevölkertes Thal kamen, des-sen Einwohner in grosser Menge herbeiströmten. Indem ersten bedeutenden Dttrfe, durch welches wir zogen,ereignete sich ein komischer Vorfall. Da es sehr heissgeworden, war ich ein wenig zurückgeblieben, und als ichdas Dorf etwas später als meine Begleitung erreichte, fandich eine grosse Menschenmenge versammelt, inmitten wel-cher unser Führer auf das heftigste tobte und gesticulirte.Hinzueilend fand ich einen unglücklichen Coreer ausge-streckt auf dem Bauch am Boden liegend, seiner Unaus-sprechlichen beraubt, und den Polizeisoldaten beschäftigt,demselben mit augenscheinlichem Behagen mehrere Hiebead posteriora mit dem im Gürtel geführten flachen Holzzu ertheilen. Die Execution unterbrechend hörte ich aufmeine Erkundigung, dass der eben Geprügelte der Dorf-