Joachim- und Caroline-Bai. 163
Umständen den Curs der „Rona" möglichst nahe dahin zudirigiren, wo ich am leichtesten auf Erfolg zu rechnenhoffen durfte, und indem ich den Prince-Jeröme-Golf alsAusgangspunkt wählte, in einem der vielen naheliegendenMeerbusen die erforderlichen Nachrichten einzuziehen. In-folge dessen wurde der Curs des Schiffes direct nach derKüste gerichtet, und am zweiten Morgen früh, nachdemwir Schanghai verlassen, sichteten wir die südlichsten dercoreischen Inseln, nämlich die Ross-, Maury- und Modeste-Inseln, welche ganz unfruchtbar zu sein scheinen und aufwelchen sich kein lebendes Wesen zeigte. Nachdem wirdieselben ganz nahe passirt hatten, wurde ein nordwest-licher Curs nach einer der zahlreichen Meerbusen derKüste eingeschlagen. Die vorspringende Küstenlinie dessüdlichen .Theils des Prince-Imperial-Archipel wird vondrei, dicht nebeneinanderliegenden Buchten gebildet, näm-lich von Joachim-, Caroline- und Deceptions-Bai. Nach Be-richten der französischen Segelfregatte „Virginie" sollte sichin der erstem eine Stadt von ca. 4000 Einwohnern befinden,und demgemäss liefen wir am nächsten Morgen in Joachim-Bai ein, um diesen Platz aufzusuchen. Aber obschon wirsoweit wie thunlich in derselben vordrangen, war dochnirgends eine Spur eines solchen Ortes zu finden, der, wiees scheint, nur in der Einbildung des französischen Bericht-erstatters existirte. Da die See ziemlich hoch ging undein starker Nordost gerade in die Bucht hinein wehte, sowurde sowol die Landung sehr erschwert, wie auch einlängerer Aufenthalt zu unsicher, und wir begaben uns nachder einige Meilen mehr nördlich gelegenen Caroline-Bai,die einen geschütztem und sicherem Zufluchtsort und Anker-platz bot. Letztere ist eine sehr schöne, fast cirkelf örmigeBucht, deren Ufer von anmuthigen Hügeln eingefasst wird,die in der Morgensonne wie lauter Gold und Silber glänz-ten. Am Strande war nichts zu entdecken als ein kleines
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