Papier, Metallwaaren und irdene Gefässe. 159
eirter grossen Kraftanstrengung bedarf, um es zu zerreissen;es wird hauptsächlich aus Hanf fabricirt und wird geölt zuSchirmen, Regenröcken, Hüten u. s. w. verwandt.
Die geringen Quantitäten, die davon in China Eingangfinden können, sind dort sehr geschätzt. Die Glasfabrikationkennt man gar nicht und muss auch in den Fenstern undThüren Oelpapier die Stelle des Glases vertreten.
Einheimische Wollfabrikate gibt es nicht, schon ausdem früher erwähnten Grunde, weil das Schaf zu denhöchst seltenen, ja in vielen Gegenden ganz unbekanntenThieren zählt. Die Einfuhr von Wollwaaren hat natur-gemäss bisher nur eine sehr beschränkte sein können undwerden dieselben zum Theil durch Pelzwerk ersetzt. Eu-ropäische Wollstoffe würden indess ohne Zweifel einenbedeutenden Absatz und Begehr finden.
In der Fabrikation von Metallwaaren, von Holzgegen-ständen und solchen Luxusartikeln, die man in China undJapan aus Elfenbein macht, in Schnitzarbeiten, Lackwaarenu. a., die dort auf einer so hohen Stufe sich befinden, istdie coreische Industrie noch sehr zurück.
Es ist in der That fast unmöglich, etwas Besonderesin dieser Branche anzuführen — die Gefässe aus Kupferund anderm Metall sind von sehr ordinärer Arbeit, ohneirgendwelchen Anspruch auf Kunstfertigkeit machen zukönnen. Die Gold- und Silberarbeiten stehen auf eineretwas höherem Stufe; jedenfalls zeigen die aus diesen Edel-metallen hergestellten Zierathe und Schmucksachen eineetwas grössere Zierlichkeit und bessern Geschmack.
Die Porzellanfabrikation ist in Corea gleichfalls unbe-kannt und die dort gebrannten irdenen Gefässe und Ess-geschirre sind von der allergewöhnlichsten Art.