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Ein verschlossenes Land
Entstehung
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MineralreicMhum des Landes. 155

ebenfalls an vielen Orten gefunden wird, sehr fein; sehrreichhaltig an Silbererz sollen die Gebirge der ProvinzKieng-kei, ganz nahe der Hauptstadt Saoül, sein.* Hankien,zunächst den russischen Besitzungen, ist reich an Kupfer-minen und Steinkohlen und ebendaselbst sowie in dembenachbarten Kang-ouen finden sich Schwefel und Arsenik,in Hoang-hai Quecksilber, Blei und Zinn; Eisen ist über-all und in sehr schöner Qualität vorhanden; von Mineraliensind noch sehr schöne Marmor- und Granitarten zu er-wähnen.

Ich spreche hier noch meine feste Ueberzeugungaus, dass kein anderes Land des asiatischen Con-tinents Corea an Mineralreichthum gleichkommt.

Nur allzu oft findet man, sowol in China wie anderswo,die Meinung ausgesprochen, dass Corea ein steriles Landund kaum im Stande sei, seinen Bewohnern genügen-den Unterhalt zu gewähren, dessen Erschliessung fürfremden Verkehr und Handel aus diesem Grunde sichkaum der Mühe verlohnen würde. Ich glaube auf die über-zeugendste Weise nachgewiesen zu haben, dass nichts demwahren Sachverhalte ferner steht, und dass nichts irr-tliümlicher ist, als eine solche Ansicht, die theils durchUnwissenheit über die wirklichen Verhältnisse des Landesentstanden ist, theils aber darin ihren Grund hat, dassdie Coreer, und vor allem die Regierung, es lieben, ihrLand absichtlich als arm darzustellen, um allen Gelüsteneiner nähern Verbindung mit andern Völkern von vorn-herein zu begegnen. Auch ist es vielleicht kaum zu vielgesagt, wenn ich behaupte, dass die Eingeborenen selbstwirklich nicht annähernd die reichen Hülfsquellen ihresLandes kennen und zu schätzen wissen, da sie den Er-

1 Einer coreischen Sage zufolge soll eine Stadt in Kieng-kei aufeinem Berge erbaut sein, der ganz aus Silber besteht.