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Ein verschlossenes Land
Entstehung
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90 Drittes Kapitel.

werfen zu müssen, gerieth vor Freude ganz ausser sichund wurde mehr wie je zuvor in der Ueberzeugung be-stärkt, dass keine Macht der Erde sich mit ihm messenoder ihn gar bewältigen könne.

Es ist im höchsten Grade bedauerlich, dass die fran-zösische Unternehmung, statt erfolgreich zu enden, miteinem Fiasco abschloss, das dieselbe in den Augen deschinesischen und coreischen Volkes nur lächerlich machte.Abgesehen hiervon, war durch diesen Miserfolg den fremdenInteressen in Ostasien ein tiefer und ernstlicher Nachtheilzugefügt worden. Die Regierung in Peking war kluggenug, durchaus nicht merken zu lassen, dass sie irgend-welche Genugthuung über die Niederinge und den Mis-erfolg der Franzosen empfand; trotzdem merkte sie sichdieselbe für spätere Gelegenheiten, und wenn letzteresich bisjetzt noch nicht geboten haben, so ist dies jeden-falls weniger ihrem guten Willen als ihrer Schwäche zu-zuschreiben, die glücklicherweise eine Wiederholung derin Corea so glücklich durchgeführten Vorfälle verhin-dert hat. 1

Im Frühjahr 1868 wurde die amerikanische Dampf-fregatte „Shenandoah" nach dem Pieng-'an-Fluss an derWestküste entsandt, um über das Schicksal der Mann-schaft des amerikanischen Schoners „General Sherman" Er-kundigungen einzuziehen, welches Fahrzeug, wie ander-weitig bereits berichtet wurde, bei dem Versuch, in den

1 Als ich einige Zeit darauf das Vergnügen hatte, Admiral Kozopersönlich zu begrüssen, drückte ich demselben offen meine Ver-wunderung über den Miserfolg der Expedition aus, der, nach meinerKänntniss coreischer Verhältnisse, mit Leichtigkeit hätte vermiedenwerden können, worauf er mir erwiderte: „J'ai obtenu tont ce quo jevoulais obtenir." Worin dies bestand, ist weder mir, noch glaube ichirgend sonst jemand bis auf den heutigen Tag klar geworden.