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Ein verschlossenes Land
Entstehung
Seite
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48 Drittes Kapitel.

Tsi und Quei hiessen. Von diesen war Yen das Corea zu-nächst gelegene. Anfänglich bestand ersteres nur aus der Pro-vinz Petschili, es riss indess bald die Herrschaft Leautungsan sich und dehnte von dort seine Eroberungen überTschaosien aus, obschon die Nachfolger Kitsü's Yen'sLehnsherrschaft anerkannt hatten und als dessen Vasallenregierten (403—222 v. Chr.) Yen sollte indess nicht langeim Besitz seiner Selbständigkeit bleiben; Tsin, der Königvon Tsin, überzog es mit Krieg, besiegte es sowie nach undnach die andern fünf Königreiche, und machte sich zumKaiser des wieder vereinigten Chinas unter dem NamenTschin-chi hoang (246 v. Chr.)

Unter diesem Kaiser wurde als Grenze zwischen Chinaund Corea die hölzerne Mauer, eine Art Palissadenwall, er-richtet, die noch heutigen Tages besteht und als Grenz-scheide beider Reiche betrachtet wird. J

Die von Tsin gegründete Dynastie erfreute sich derHerrschaft indess nicht lange. Unter seinem Sohn und Nach-folger wurde China beim Andrang der Hunnen wiederum inviele einzelne Theile zerstückelt, das Königreich Yen wieder-hergestellt, und nachdem die Dynastie des Kitsü, von wel-cher 41 Regeuten in ununterbrochener Reihenfolge geherrschthatten, von Kiaotong oder Kitschün gestürzt wordenwar, bildete Corea ein unabhängiges Reich für sich(221—203 v. Chr.).

Während der Dauer dieser Unruhen waren viele Be-wohner der chinesischen Grenzprovinzen nach Corea hin-übergeflüchtet, wo sie von Kiaotong freundschaftlich auf-

1 Mit Ausnahme der natürlichen, von den Flüssen Yalou undTurnen gebildeten Grenzlinien, ist ausserhalb dieser Holzmauer eineunbebaute Strecke Landes abgetheilt, die von beiden Staaten als neu-trales Gebiet behandelt wird und deren Betretung ohne besondere Er-laubniss nicht gestattet ist.