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Ein verschlossenes Land
Entstehung
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X Vorwort.

Ueber diese letzte Reise kann der Verfasser indessnicht umhin noch einige Worte vorauszusenden. Nichtallein, dass darüber unglaublich viel gefabelt und dieselbesogar ein Gegenstand der Schilderung von Romanschrift-stellern geworden ist, selbst eine auf den Rang einer wissen-schaftlichen Fachzeitung Anspruch erhebende deutsche Zeit-schrift hat es nicht verschmäht, sich durch ebenso lächer-liche wie gänzliche Unkenntniss verrathende Mittheilungendarüber hervorzuthun: solchen theils der Unwissenheitentsprungenen, theils wissentlich unwahren Berichten hatder Verfasser es bisher nicht der Mühe werth gehalten ent-gegenzutreten. Seine einzige Erwiderung darauf bestehtauch heute noch in dem Ausdruck seines aufrichtigenBedauerns, dass der Zweck der Reise selbst nicht in Er-füllung gegangen ist — vermuthlich wäre dann das Ur-theil derer, die sich trotz aller Unkenntniss der Verhält-nisse zu einem solchen berufen fühlten, ein anderes ge-wesen. Die Ansichten von Leuten, deren überaus zartbe-saitetes Moralgefühl an der einem blutgierigen Despotenvermeintlich zugefügten Unbill Anstoss nimmt, mag derdamit verbundene Zweck ein noch so grosser sein — wäh-rend sie weder Sinn noch Mitgefühl für die Leiden derTausende von diesem hingeschlachteten Opfer haben, könnendem Verfasser durchaus gleichgültig sein, und wenn Männerwie Livingstone und Stanley nicht von den Angriffen Un-berufener verschont geblieben sind, so kann er sich kaumbeklagen und es sich nur zur Ehre anrechnen, mit sohervorragenden Reisenden ein gleiches Schicksal zu theilen.