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Christi Leiden, in einer Vision geschaut
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10
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10 II. Die Überlieferung.

Für ei tritt eu, eu auf: fleuffin 6 V (neben fleyften 6 r ), zeuget 4',geneügit 17 r , Wh. § 124, selten die Verengung zu e: wechin 10 v (neben-ei- 12 r ), bede 13 v (neben beide), in nachtoniger Silbe erbete (arbeite)3 r , urthel 12 r ; einmal ie in begrief (prät.) 14 v neben begreif IT, greif6' wohl nur Schreibfehler.

ie (auch ye, y geschrieben z. B. wy l r , dwep 7 V ) erscheint seltenmonophthongiert zu £: Jcrechin 6 V , we (= wie) 7 r , ewethir 6', /?&? (Subst.)ll r , häufiger zu i(y): wi l r , yman l v (doch nyemans 2 r ), #w /piZ^ (Prät.)15 v , /t/Z 14 v . 17 r ; wohl mit Verkürzung zu i in fing 2 r , begingen 7 r ,virging 16 r , aber pjera*? 7 r , gierigen 14'. Wh. § 134. 135.

Die Bezeichnung durch iu für den alten Diphthong und seinenUmlaut findet sich nur in dem Wort wer(n)liude 7 r . 7 V . 8 V nebenwerlut 8 V . Die Regel ist monophthongisches u: lutselig V, luden 5 r .8 T , dufel 3 T . 5 r , dufelich 5 r , dufelin 5 r , aber tyfelin 5 r , dyefelin 5 T ,dyfel(e) 5 r . 5 V . 13 r , tyfenliche 7 V , was auf ein Nebeneinandergehenzweier Formen tfru/eZ und die/eZ weist. A. f. d. A. 32, 128. Auchdie Indexschreibung ü kommt vor: dru 5 V , für iuw: irnüwet l r . 12 r .Kurzes ü ist anzunehmen in frunden 1 T , frunt 5 r und frunUchafft(e) 5'.

Für om erscheint zweimal vor Gutturalen o: crog (Jcrouch) 2 r ,rocÄ 13 r ; die Regel ist jedoch au: auch l r u. ö., glaublich l r , äugen 1 T ,drera/" 4 V , aMwe 7 r , frauwete 7 V , ,saw& s e (Dat.) 10 r , berauivit 18 r , ^re-Rrauwet 6 r u. a.; öfters graphisch bezeichnet durch au (s. Wolter,St. Galler Spiel vom Leben Jesus [1912], S. 56): fraiiwe 14 v , liaübit10 r (neben haubü, heubtis, heubte), bahn 13 v . 14 r (neben bäum 12"); vertritt dann auch mhd. öu: ir saugen 7 V (aber saugit ebda.), ge-baügit 13 v , daneben jedoch auch eu: zeubere s 10 r , bezeugeten 10 r , freude12 v . 18 r .

Für uo steht 1. gewöhnlich der Monophthong ü: geubethin V,bludig 2 r , blude 2 r , brud' 2 r , öecfrw^ 3 V , wufch 12 v , /?«»* 15 v , &e-truweten 18 v u. a.; daneben häufig die Bezeichnung durch ü: fügete l r ,mit l v , ./MZ 2 r , SeMwrf 15 T und durchaus zu (auch m lv). DasselbeZeichen gilt auch für den Umlaut (we): z. B. gemüde 7 V . 18 v , virmüttin7 V . 12 v , fenftmüdige 7 V , virdümer 7 V , /«wer 8 V , vngeßümeliche 12 v ; eswird, wie die vorhergehenden Beispiele lehren, eben doch nur einegraphische Variation für den Monophthong u sein, wie er sich denn