2. Die Sprache der Handschrift. 13
zu virfieth 18V 19 r u. a. Wh. § 202 und 200; ZfdA. 68, 243(Fr. Gündel, Mittelrheinisches Marienleben), wo vielleicht in der Hs.dieselbe Schwierigkeit der Scheidung herrschen könnte.
Die Verschiebung des germ. t ist vollständig durchgeführt. DieAffrikata z wird öfters bezeichnet durch zz: fwizzende 2 r , hizzigen 2 r ,virdruzzig 3 T , geßurzzit 5 r , vß fezzigen 9 T , kluzze 12 r ; auch durch tzz:irgetzzit 3 V , intfetzzit 7 T ; durch cz: fmercze 12 r u. ö. und czz: ant-liczze 2 r .
Für die Doppelfrikativa steht graphisch gewöhnlich zz nach kurzem(wizzit 3 T ) wie auch häufig nach langem Vokal: azzin 6 V , grozzeren 3*,ßrazzin T, ßozzin 7 r , ßozzene 12 v , doch frezere T u. a.; ziemlich ofterscheint daneben bereits ß: vßerweltin V, ßieße 6 r , fuße 6 r , floß 4 T ,grißgartnmende 4 r , idewißin 9 T , ßz in fußzin 12 r ; für das auslautende-z findet sich auch schon -s, z. B. daz und das; liez und Z?es (2 r ) undumgekehrt -z für -s: wa^ neben was.
ss wird einmal durch fCch bezeichnet: kuß'chin 5 r , anderseits -sehdurch -/vor Z: tuen fliehe 3 r . 9 T . 15", aber menfehin V u. ö. Die Verbin-dung sn- erscheint als fchn- in fchnidit 10 T , dagegen stets fl-, fp-, ß-,fm (fmercze 18 T ).
Gutturale:
Auslautend wird als Regel -g geschrieben für gemeinmhd. -c (•< inl.•g-, -ng-, -rg-) und für altes k (lk, rk, nk): dag V, jungling 2 T , berg4 r , drug 12 T , fulg 5 r . 9 r u. ö., doch füllt 9 r , ßarg 4 V , ^r^ 5 r , aber ßrick13 T (vgl. nacZ; 5 T . ll r ), werg T, marg 15 T , crang 4 r . 12 T , /pmM^r 11 T .— Für inl. -nk- steht -ngk- in: crangken 1 T , drungken 6 T , fungkin 11 T .Für -cA- findet sich -#- in cragete 16 T und im Auslaut in cm; 2 r . Fürdie spirantische Aussprache des -g- zeugt übrigens die Schreibungmaniche 3 r , manche 12 v neben manege. — Das Suffix -ec, -ic erscheintdurchaus als -ig: künig IV, notdurftig V usw., aber in der Zusammen-setzung mit liehe: mynenclich l r , gemutfamecliche 2 r . Die Gruppe hsist zu ss geworden in waße 14 r ; inl. -h- ist ausgefallen vor t: in derRegel nit (nyt), selten nicht, icht (4 T ); gelat 3 r , gelatte 5 V , w.?m/ 5 v . 6'neben unzuth 14', /bWe 3 T , betratünge l r . 2 r , 6m<m 6 T , futekeit 16 T ;hinter Z: bevolin 15 T ; im Anlaut: in talden 15 r (aber intheldit 4 T ), hin-