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Das Marienleben des Schweizers Wernher
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X Einleitung.

praxis mittelalterlicher Ilss. aus mehr als einem Grunde Beachtung. Nicht nurdaß die Trennungszeichen die Interpretation unterstützen, sie geben oft auch teert-volle Hinweise auf den Satzrhythmus, indem sie vielfach deklamatorische Ein-schnitte andeuten, von denen unser Interpunktionsgebrauch nichts mehr weiß.Freilich muß man dabei die Zeichen aus ihrem eigenen System heraus verstehen,und das ist von dem uns geläufigen wesentlich unterschieden. Ich gebe imfolgenden eine Barstellung der Interpunktion des Textes, die auf der Sammlungdes ganzen Materials beruht, sich bei der Kategorie III aber mit einer Auswahlvon Beispielen begnügt. Bie rein mechanische Verwendung des Punktes, die weit-hin neben der Bezeichnung syntaktischer und deklamatorischer Einschnitte auftrittund zum Teil als ihre Vorstufe greifbar ist, sei vorangestellt.

I. Der Bunkt dient dazu, um Wörtern, die nur aus einem oder wenigenBuchstaben bestehen, mehr Selbständigkeit zu geben: e ist sehr häufig in Punkteeingeschlossen, namentlich in den InterpunMionsnachträgen, die der Bubrikatorlieferte (s. § 7); der warent .V. in Azia 11345; die .XI. junger 12281B; 1 ) auchein Punkt genügt: du das leben ie. besass 1008; ain I. das ist ... | also vil ge-sprochen als Got 5011. Bei ja ist deklamatorischer Einschnitt zu erwägen:sprachent '.ja.' 9164, ähnlich 12244; aber die Punkte stehen öfter auch bei na.ausschließlich im Beim: über acht tage dar .na. 12165; die junger stündent undsachent .na. 12381; ebenso 12506. 13455; desgleichen bei nach 9895. Gelegentlichwird auch das Beimwort affiziert: dar .na. : .da. 10605 f. Sonst nur vereinzeltund auf den Beim beschränkt: das im mit .war. 13093; was siech tagen iemanhat | und an sinem libe gebresten. üt 13927; dar umb wart gesendet .Seth. | sinsun, zetünd dise .bett. 9525 f. Vgl. auch VII.

II. Der Punkt trennt gleiche oder ähnliche Wörter und Wortgruppen(ursprünglich wohl um zu betonen, daß keine fehlerhafte Dittographie vorliegt):e das. das ie wurd also 6345; das riet ir. ir vil trüwer müt 7990; von Gotte.Got ze aim kinde hau 326; wie süllent du kint. das kint verklagen 4545.Dann auch in Fällen wie si hies si. gut getrüwe haben 13082; das laid ir.durch ir hercz gieng 10366 (oder zu VIb?).

III. Der Punkt trennt die Glieder einer Kette gleichartiger Satz-bestandteile: getrüwe. mute, staeteklich 1688; gunlichi. sterki. wünne 2813;nache. verre. lang und wit 2837; von ir grossen hailikait | ir schöni. ir tugentmamigvalt 1263; dar uf man pflag für ungemach | umb Gottes huld. für sinenzorn | geben opfer userkorn 11305; auch vor und steht der Punktunbedenklich:mit füss. müt. und gute ,2486'; so clar. so schon, und also fin 2496; ebenso cormit: vaston. wachen, mit gebett | und allü gütü werk si tett 1131; Moyses.Abraham, mit Davide singent 1409. 2 ) Zuweilen sind nur die ersten Glieder derKette getrennt: mit schelten, fluchen, fraidekait 5065; nüt gaeche. nüt kheffig.

') Ein B hinter der Zahl bedeutet, daß die Interpunktion vom Huhrikator stammt.2 ) Der Punkt ist kein KeimpunM, wie Päpkes Anm. andeuten will.