Druckschrift 
Das Marienleben des Schweizers Wernher
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

I.

Hie liebet sich das buch an und von erst, von der maget

Der den hymel zieret,So wunneklich florieret.Mit dem gestirne prisetUnd iegliches wiset5 Uff sinen weg nacht und tag,Das es verirren nüt enmag.Der wise och und richteZedern besten min gedichteUff sinen weg den rechten leer:\ 10 So wil ich, genant Wernher,Den ungelerten lütenMit warhait hie betütenAin buch zetüschem alsus,Das sanetus Dyonisius

15 Beidü schribet und seitVon aller der gelegenhaitGottes und der müter sinUff erde: liep, laid und pin,Ir tun, ir würken und ir leben,

20 Als es geschriben was gegebenVon maenigen hailigen cristen,Die es für war da wisten.[ J * 6 ] Hortend und sächend,

Mit warhait' es verjachend

25 Insprache mseniger hande.Die och von mainigem landeZe den ziten warend.Inden selben jaren;

Der namen och genemet staut,30 Die es da her geschriben hant.

Einer dis, der ander das,

Von den zesammend er do las

Dis buch von ünserre froweleben:

Den namen hat er im gegeben.35 Wie das er och von Gotte seit

Alters und kintheit;

Vil maister inder schrift genant.

Den wol du warhait was bekant.

Du schrift uns leret und saget40 Von Gottes müter und maget

Und von ir kint Jesu Crist

Als vil ieglicher da wist

Und och hie nach geschribenstät,

Als es der buche maister hat45 Von in zesamen gelait

Inrechter ganezer warhait;

Und was die ewangelisten

Schribend und wistend,

Des ist mit warhait vil da bi,50 Umb das es volkomen sig

Und niemen widersprechenmüge

Mit warhait und mit rechtenzügew,

1 74 = VR. 1 46, doch ist die Benutzungsehr frei.

30- Alters und kintheit] temporale Genitive.

44. er.

45. gelait] ai aus ei korr.51/! müg : züg.