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Das Marienleben des Schweizers Wernher
Entstehung
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Einleitung.

§ 1. Das Marienleben den Schweizers Wernher, von dem bisher nureinige Bruchstücke gedruckt sind, ist eine Bearbeitung der 'Vita beute virginisMarie et salvatoris rhythmica', 1 ) desselben Werkes, dem sich auch Walther vonJihcinau und der Karthäuser Philipp angeschlossen haben und das auch sonstverschiedentlich in Beziehungen zu deutschen Dichtern und Dichtungen steht.' 1 )Wernhers Marienleben ist uns nur in einer Handschrift, dem Cod. Bai. Germ. 372,überliefert.*) Die Hs. taucht für uns zuerst in Born auf,*) von ivo sie 1816 mitden anderen Bfälzer Hss. nach Heidelberg zurückkam. Hier haben sie Gervinus'*)und v. d. Hagen 6 ) benutzt: auf ihre Mitteilungen und die knappen Beschreibungen

*) hg. von Vögtiin als Band 180 der Bibl. d. litt. Ver. zu Stuttgart. Die Anmerkungenunserer Ausgabe bieten unter der Abkürzung 'VB.' eine fortlaufende Vergleichung des Textes mitdieser Quelle. Ergänzungen zu ihr liefert Päpkes Buch: Das Marienleben des Schweizers Wernher.Mit Nachträgen zu Vögtlins Atisgabe der Vita Marie Rhythmica. Berlin 1913 (Palaestra LXXXI).Ihese Nachträge enthalten als wesentlichstes Stück die Glossen, die sich in vielen Hss. der VB.finden; auf sie bezieht sich die Abkürzung 'Gl.', die in den Quellennachweisen des Apparats öfterbegegnet. Bas Buch als ganzes, von dem der erste Teil schon 1908 als Berliner Dissertationerschienen ist, wird unter der Abkürzung 'Dies.' zitiert.

"-) Konrad von Fußesbrunnen: Singer, Prager Deutsche Studien 8, 303 f.; vgl. Diss.S. 175 ff. Hugo von Trimberg: W. Meyer, Ges. Abb, z. mlat. Bhyihmik (1905) 1, 254K Heinrichvon Neustadt: Maria Marti, Gottes Zukunft von H.v.N. (1911) 8. 36 ff.

3 ) Maßmann, der als erster den Stammbaum der deutschen Werke zu entwerfen ver-suchte, die von der VB. abhängen, gedenkt dabei auch einer Dichtung aus einer Straßburger Hs.von 1396 (Heidelb. Jahrb. d. Lit. [1836] S. 1184); vgl, Diss. S. 30K Ob dies Werk mit WernhersMarienleben identisch war, ist nicht auszumachen. Die Länge könnte stimmen; aber wenn esWernhers Dichtung war, sollte man freilich erwarten, daß M. den Namen des Dichters, der soleicht aufzufinden war, ebenso angeführt hätte, wie er es bei Walther von Bheinau tat. Praktischist die Frage ohne Belang, da die Hs. 1870 mit verbrannt ist,

') v. d. Hagen, Lit. Grundriß (1812) S. 519.

5 ) Gesch. d. poet, Nationallit, d. Deutschen (1835) 1, 440; 5. Aufl., Bd. 2, 111. Einegerechte Würdigung war nicht möglich, solange das Quellenverhältnis nicht klargestellt ivar. DasW* erst durch Schönbach, Zs. f. d. A. 17,524 l , geschehen.

6 ) v. d. Hagens Germania 8, 239 ff. (1848). Abgedruckt sind VV. 57336132. 62756621. 9231063. 12579 12591. 1289512940.