Druckschrift 
Das Marienleben des Schweizers Wernher
Entstehung
Seite
VII
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Einleitung. Vit

Spitze ein M, links ein C, rechts ein S; Höhe (mit dem Buchstaben) 5,1 cm.Ahnlich sind die Nrr. 11935 37 bei Briquet, nur daß hier die Buchstaben fehlenand eine Umrandung dazukommt; sie begegnen in italienischen Manuskriptenaus der zweiten Hälfte des 16. JhsA) In diese Zeil dürfte der einfache glattePergamenteinband gehören, den die Hs. heute noch zeigt, der jedenfalls nichtihre erste Hülle ist. Auf dem Bücken mit alter Schrift die Signatur: 372;darunter: Poema | Sacrum | et | Rerum | Creatarum; auf einem aufgeklebten ovalenPapier schilächen gedruckt: Pal. Germ. 372. Auf Blatt l r ältere Signaturen: obenlinks ganz in der Ecke C 2, in der Mitte des oberen Bandes 374. Eine Pagi-nierung von alter Hand zählt die Blätter 1105.

Außer dem Marienleben, das mit seinen Schreiberanhängen die Spalten 1'"bis 103'" füllt, enthält die Hs. noch eine geistliche Tageweise (Sp.l03 va bis 104 rb )und den Anfang des Johannesevangeliums in lateinischer Sprache (Sp>. 105""); vgl.dazu Diss. S. 3 f.

§ 3. Die Hs. ist leicht und sicher lesbar bis auf folgende drei Punkte:Zunächst sind e und o einander öfter sehr ähnlich. Das ist von Bedeutung inder Hauptsache für die alemannischen Verbalformen mit vollvokalischer Endungwie werkon, machot, mochtont, verfluchot u, dgl,: hier ist nicht in jedem Falleine sichere Entscheidung über den Endsilbenvokal zu treffen. Ziveitens: t und csind so gut wie identisch; ob man etwa 4303 gapeen oder gapten oder 8481fchwiclte oder fchwitlte zu lesen hat, ist völlig offen. Das ist namentlich beider Lautgruppe seh in einigen Fällen mißlich. 12152 ist sicher anderlehwo zulesen, aber nur deshalb, weil von einer jüngeren Hand der kritische Buchstaberadiert und durch ein zweifelloses c ersetzt worden ist (vgl. § 8). Ebenso könnteman lesen gailchlichen 12582, anglchlichen 8496 (und die einzige Parallelstellemit der fehlerhaften Form angefichtlichen 7301 spricht beinahe dafür), ernlclilichen374. 689. 1548 (doch ernltlich 707. 9454. 14049). Indessen ist an einer ganzenReihe anderer Stellen nur £th möglich: verfthricht 1521, belthrichen 3871, hinder-l'tliechen 4756*, viigelthraffot 5197, fthriftent 5395, ütbrit 6943, Ithacht 10340,zerlthochen 10403, fthraft 10570, Ithraht 11433, gefthmkt 12902, ftharchte 13173.Deshalb hat auch bei den obigen Adverbien das seh, das ihnen im Abdruck gegebenworden ist, wohl das größere Becht.' 1 ) Endlich ist es sehr oft unmöglich, darüberms Beine zu kommen, ob zivei Worte oder Wortteile zusammengeschrieben odergetrennt sein sollen. Das hat seineu Grund wesentlich darin, daß der Schreiberselber sich sehr häufig nicht klar entschied, sondern zu einem kleinen Spatiumseine Zuflucht nahm, namentlich bei mehr oder minder festen Kompositionen undbei präpositionalen Verbindungen, so z. B. in aller Deutlichkeit: ze ain6 1, 22,

') Briquet Nr. 11765 iveist dasselbe Wasserzeichen ohne Umrahmung auch schon in einerbtmßburger Hs. von 143S nach, aber wesentlich roher, vor allem mit der altertümlicheren Formdes Dreibergs.

a ) Abgesehen von der Lautgruppe sth erscheint th nur in einigen fremden Wörtern»hopasion 928, Throne 14377; außerdem häufig in Eigennamen, s. das Namenverzeichnis.