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Das Marienleben des Schweizers Wernher
Entstehung
Seite
VI
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vi Einleitung.

hei Wilken 1 ) und Bartsch 2 ) geht zurück, was man von Wernhers Marienlebenwußte, bis es von Max Päpke zum erstenmal gründlich durchforscht wurde (sieheS. V, Anm, 1). P. hat auch diese Ausgabe gerüstet und war weit mit ihr voran-gekommen, als der Tod ihn abberief.

§ 2. Der Cod. Pal. Germ. 372 ist eine Papierhs. in 'Folioformat. 3* +105 + 3* Blätter in 9 Lagen. Lage I 6 Doppelblätter: Bl. 1 12; Kustos aufBl,12 vb : Fro anne. Lage II 6 DU.: Bl. 1324; Kustos auf Bl.2d vh : es fol ze.Lage III 6 DU.: Bl. 2536; Kustos auf Bl. 36" b : wan er tut. Lage IV 6 DU.:Bl. 374.8; Kustos auf Bl. 48 tb : hie von. Lage V 6 DU.: Bl, 4960; Kustosauf El. 60 vb : Och wüte. Lage VI 6 DU.: El. 6172; Kustos auf Bl. 72" b : waner. Lage VII 5 DU.: Bl. 7382; Kustos auf Bl, 82 cb : Dar vmb. Lage VIII6 DU.: El. 83 94; Kustos auf Bl. 94 vb : Die wile. Lage IX ursprünglich eben-falls 6 DU., doch ist der letzte Halbbogen entfernt: El. 95 105. Immer eineHälfte der 6 (5) Bogen, aus denen die einzelnen Lagen zusammengefaltet sind,trägt ein Wasserzeichen. Es steht oft auf dem Kopf: die Bogen der einzelnenLagen sind also regellos zusammengefügt worden. Das Papier von Lage I zeigtein Jagdhorn in der üblichen Form, Breitenmaß 7cm; am ähnlichsten sind dieMarken bei Keinz, Die Wasserzeichen des XIV. Jhs. in Handschriften der K.Bayer. Hof- und Staatsbibliothek (Abh, d, K. Bayer. Äk. d, Wiss. I. Gl. XX. Bd.III. Abt.) Nr. 179 und bei Eriquet, Les Filigranes Kr. 7724, beide in Manu-skripten, die ungefähr oder genau auf 1380 zu datieren sind. Das Zeichen vonLage II IX ist der Ochsenhopf; doch scheint auch hier nicht alles Papier gleicherHerkunft: es lassen sich drei verschiedene Köpfe sondern, die in Größe, Formder Ohren, glatter oder gebogener zulaufender Form der Schnauze leicht unter-schieden sind. Am ähnlichsten sind die Marken Nrr. 14445 und 14446 bei Briquet,die sich in zahlreichen Manuskripten wieder gerade der 80 er Jahre des 14. Jhs.finden. So unterstützt das Papier aufs glücklichste die Datierung der Hs. aufdas Jahr 1382, die durch die Subscriptio des Marienlebens (s. unten S. 246)gegeben ist. Die Blätter zeigen das übliche, zweispaltige Liniensystem, und zwarLage I und V in feinen Tintenrissen, die anderen gröber in Griffel- oder Farbstift-strichen. Höhe des Blattes 28 29 cm, Breite ca. 20 cm; Höhe des beschriebenenBaumes ca. 22 cm, Breite ca. 15 cm. Jede Spalte enthält 34 40 Zeilen. DieReimzeilen sind abgesetzt; fast nur in den Partien mit anderer metrischer Formumschließt die Zeile mehr als einen Vers (s. Anm. zu 1015. 1269. 1409. 2119; vgl.Diss. S. 66 f.). Die Anfänge der ungeraden Verse sind rot (selten blau) gestrichelt.Größere Sinneseinschnitte werden durch Einrücken und mehrfarbige (rote, blaue,goldene) Initialen bezeichnet.

Die Vorsatzblätter zeigen nicht nur ein feineres Papier, sondern auch einviel entwickelteres Wasserzeichen als die des Textes: Lilie auf Dreiberg, über ihrer

*) Gesch. d. Heidelb. Büchersammlungen (1817) S. 4SI /'.

2 Die altd. Hss. d. Univ.-Bibl. in Heidelberg (1887) S. 112 f.