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Lehrbuch der Geburtshülfe für Ärzte und Studierende
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Die Zangenoperation bei III. und IV. Schädellagen.

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bildet das Hypomochlion für die Drehbewegung um dieSymphyse. Es kommt die grosse Fontanelle mit den Ecken desnach vorn liegenden Scheitel- und Stirnbeines beim Durchschneiden unterder Symphyse zum Vorschein. Der grösste Durchmesser, der durch-schneidet, ist kleiner als die Entfernung von der Glabella resp. demeinen Stirnhöcker bis zur Hinterhauptspitze, weil unter dem Scham-bogen nicht ein Stirnhöcker, sondern eine mehr rückwärts liegendeLinie sich anstemmt. Auch der grösste Umfang, der beim Durch-schneiden in Frage kommt, entspricht nicht der Peripherie, welche dasüber Stirn und Hinterhaupt gelegte Centimeterband angibt, sondern istwieder kleiner als dieses Maass. Ja der Umfang, welcher bei den III. undIV. Schädel- oder den Vorderscheitellagen im Moment des Einschneidenspassirt, differirt nur wenig von demjenigen bei den gewöhnlichen I. und

Fig. 203.

Das Hypomoclilion bei III. und IV. Schädellagen.

IL Schädellagen. Diese Verhältnisse und Zahlen machen es begreiflich,dass der spontanen Ausstossung des Kindes in der besprochenen Stellungkeine unüberwindlichen Hindernisse entgegenstehen, aber bei der künst-lichen Entbindung die Schwierigkeiten erheblich grösser sind, weil mannamentlich den subtilen Stellungswechsel beim Durchschneiden mit derZange nicht gut nachahmen kann. Man kann die Verschiebung derStirnbeine am Schambogenwinkel nicht erzielen, weil man den Kopfmit der Zange gleichmässig festhält.

Wenn man aber den Kopf durchzieht, ohne auf diese günstigsteStellung Rücksicht zu nehmen, sind der entsprechende Durchmesser undder Umfang grösser, der Damm auch mehr gefährdet oder eigentlichziemlich regelmässig preisgegeben.

Um nun bei der instrumenteilen Beendigung solcher Geburten dasmöglichste für einen allseitig guten Verlauf zu thun, empfehlen wir

Zweifel, Geburtshülfe. 2. Aufl. 41