Geschichte der Zange.
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Fig. 183. Fig. 184.
deutimgen über sein Geheimniss. Er schrieb da: But I can neither approve ofthat Practice, nor those Delays, beyond twenty four hours, because my Father,Brothers and my Seif (tho none eise in Europe as 1 know) have, by God's Blessingand our Industry, attained to, and long practised a way to deliver Women in thisGase, without any Prejudice to them or their Infants; tho all others (being obliged,for want of such an Expedient, to use the Common Way) do and must endanger,if not distroy one or both, with Hooks. By this manual Operation a Labour may bedispatchecl (on the least Difficulty) with fewer Pains and in less time, to the greatAdvantage, and -without Banger, both of Woman and Child. I will now take leaveto offer an Apology for not publishing the Secret I mention we have to extractChildren without Hooks, where other Artists use them, which is, that there beingmy Father and two Brothers Irving, that practise this Art, I cannot esteem it myown to dispose of, nor publish it without Injury to them . . .
An anderer Stelle, bei cap. 17, machte er nochmals eine Bemerkung übersein Instrument: This Chapter might be very well spared, if every Pratitionerhad the Art the Translator professeth in this Epistle, of fetching a Child, when itc.omes right, without Hooks or turning it.
In den Andeutungen, die er macht, offenbart sich das schlechte Gewissen,das Gefühl des grossen Unrechtes. Und in der That war dies ein verabscheuungs-würdiger Eigennutz, ein segensreiches Mittel geheim zu halten, um dasselbe mehrausbeuten zu können, während die Veröffentlichung eine That gewesen wäre,welche die Erfinder zu den grössten Wohlthätern desMenschengeschlechtes geadelt hätte. Man hielt einesolche Handlungsweise lange nicht für möglich, und estauchte die Ansicht auf, dass hinter der GeheimnissthuereidesHugh Chamberlen nur eine wohlberechnete Reclamegelegen hätte; man glaubte, seine Worte bezögen sichnicht auf die Zange, sondern auf eine specielle Methodeder Wendung', weil er seine Operation eine manuellegenannt hatte 1 ). Aber,die Originalzangen sind wirklichaufgefunden und damit der unzweifelhafte Beweis, dassChamberlen's Andeutungen der Zange galten, er-bracht worden.
Die Publication, welche volles Licht in diese Ge-schichte brachte, war am 17. März 1818 in der Medico-Chirurgical-Society in London von H.H. Cansardine 2 )gemacht worden und erschien in den „Transactions" derGesellschaft. Im Jahre 1813 waren in einer Besitzung, dieeinem Dr. Peter Chamberlen angehört hatte, unterallerlei Geräth und Briefen an die Familie Chamber-len in einem bis dahin unentdeckt gebliebenen Raum unter einer Treppe 3 scharfeHaken, 3 gefensterte Hebel, 3 Schlingen und 4 verschieden geformte Zangen ge-funden worden.
Das betreffende Landgut Woodham Mortimer Hall bei Maldon, Essex, seivor 1683 von Dr. Peter Chamberlen erworben und 1715 von Hope Cham-berlen an einen Weinhändler verkauft worden, der es einer Wine Coopers Com-pany überlassen habe. Nach verschiedenen Angaben zu schliessen, hatte PeterChamberlen der Aeltere die Zange erfunden. Churchill vermuthete als Jahrder Erfindung 1658. Neuere Nachforschungen 3 ) lassen annehmen, dass dies schonfrüher in der ersten Hälfte des Jahrhunderts geschehen war. Durch die Nach-
Zange von Zange
Chamber- von
len. Palfyn.
*) Brudenell Exton, A new and general System of Midwifery. Lon-don 1752.
2 ) Cansardine, Medico-Chirurgical Transactions, vol. IX. 1818, Avelingund Sänger schreiben diesen Namen irrthümlich „Carwardine".
3 ) Obstetr. J. of Gr. Brit. Sept. 1873. p. 395 und January 1875. p. 641.