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Lehrbuch der Geburtshülfe für Ärzte und Studierende
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318
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318 Extrauteringravidität.

Handbuch der Frauenkrankheiten. Bd. IL p. 799 u. ff. u. p. 994. Teuffei:Hydramnion bei Extrauteringravidität. A. f. G. Bd. 22. p. 57. Sänger: UeberSchwangerschaft im rudimentären Nebenhorn, die eine ähnliche Behandlungerfordert, wie tubare Gravidität, oder bessere Chancen gibt als diese. C. f. G.1883. p. 324 u. A. f. G. Bd. 24. p. 332. - Veit, J.: Die Eileiterschwangerschaft.Stuttgart 1884. Muratow: C. f. G. 1886. p. 97. Lawson Tait: Five casesoperated upon at the time of rupture (4 Heilungen). Brit. med. Journ. 1884.June 20. Frommel: Deutsch. Arch. f. klin. Medicin. Bd. 42. p. 91. 1887.Harris: Am Journ. of Obstet. 1887. p. 1154-67. - J. Veit hatte bei 7 Opera-tionen vor dem Platzen des Fruchtsackes 7 Heilungen erzielt.

Das befruchtete Ei kann auch ausserhalb der Gebärmutterschleim-haut, die für gewöhnlich als Nährboden dient, sich festsetzen und seinevolle Entwicklung durchlaufen. Je nach dem Sitz unterscheidet manverschiedene Formen. Bleibt das Ei z. B. im Eileiter, so spricht manvon Eileiterschwangerschaft u. s. w. Nun ist aber, wenn der Sitz fest-gestellt werden kann, meist eine schwere Entzündung des Bauchfellsvorausgegangen und dadurch Verlagerung, Verzerrung und Verlöthungvon Organen zu Stande gekommen, so dass der Befund gelegentlichauch für tüchtige Specialitäten der pathologischen Anatomie unentwirr-bar ist. Dann haben die Schlüsse über den Sitz nur noch Wahrschein-lichkeitswerth. Die Fälle mit rascher Verblutung bringen leicht über-sehbare Verhältnisse, und durch solche hat man die Möglichkeiten desfalschen Sitzes sicherer kennen gelernt. Danach unterscheidet man1) Tubar-, 2) Ovarial- und 3) Abdominalgravidität. Es kommt alsoprincipiell darauf an, ob die Festsetzung des Eies in der Tube oder inder Bauchhöhle stattgefunden habe. Bei der Tube macht es nochmalsfür den Verlauf einen Unterschied aus, ob die Insertionsstelle nahe ander Eileitermündung (Gr. tubo-uterina), oder mehr im abdominellenTheil des Oviducts liege, Gr. tubo-abdominalis. Die Gr. tubo-uterinawird auch interstitielle genannt, weil hier der Eisack innerhalb derUterusmuskulatur liegt.

Die Eileiterschwangerschaft, Graviditas tubaria.

Da das Sperma durch die Tuben dringt und die Conception beimMenschen wahrscheinlich auch daselbst stattfindet, muss man sich darüberwundern, dass Eileiterschwangerschaften nicht häufiger vorkommen, alsdies der Fall ist. Ein Hinderniss, welches das befruchtete Ei in derTube aufhält, muss zur extrauterinen Schwangerschaft führen; dennder Weiterentwicklung des Eies steht nichts im Wege. Die Eileiter-schleimhaut hat alle Eigenschaften, das Ei einzubetten und behufsseiner Weiterentwicklung zu ernähren, wie die Mucosa des Uterus.

Die geringsten Hindernisse müssen schon ausreichen, die Weiter-bewegung zu sistiren, wenn man bedenkt, dass die treibende Kraft nur inder Flimmerbewegung besteht. Dies zusammen erklärt es auch, dass dieTubarschwangerschaft von allen extrauterinen am häufigsten vorkommt.

Wenn es auch wunderbar erscheint, dass die Flimmerbewegungdie alleinige Triebkraft sei, so spricht doch eine Thatsache bestimmt