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Lehrbuch der Geburtshülfe für Ärzte und Studierende
Entstehung
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252
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252 Die Ernährung der Kinder.

8) Die erste Milch enthält viel Colostrumkörperchen und Albumin,wie das Secret in der Schtvangerschaft.

9) Der Nabelstrangrest trocknet ein und wird durch Granulationenabgestossen. Durchschnittlich am 5. Tag fällt derselbe ab und bis zum12. 15. Tag ist die Nabelwunde geheilt.

10) Die häufigsten Erscheinungen der ersten Lebenstage sind Ate-lectasis pulmonum, Nabeleiterungen, Nabelblutungen und Icterus neonatorum.

11) Der Verdatmngsapparat der Neugeborenen ist vollkommen ge-eignet für Milch, aber mangelhaft oder gar nicht befähigt zur Verdauungaller stärkehaltigen Nahrungsmittel.

12) Eine dem Menschen eigenthümliche Erscheinung ist die Gewichts-abnahme der Neugeborenen. Sie dauert etwa 3 4 Tage, beträgt ca. 220 gund loird bis ungefähr zum 9. Lebenstage tvieder ausgeglichen.

13) Den Wöchnerinnen reicht man in den ersten Tagen flüssige,leicht verdauliche Nahrung, um Blähungen und Auftreibungen im Ver-dauungskanal zu vermeiden. Sind .die Stuhlausleerungen tvieder in Ord-nung, so liegt kein Grund vor, leicht verdauliche Nahrung in fester Formzu versagen.

14) Sorgfältig muss auf die Harnentleerung geachtet und, falls dererste Stuhlgang bis dahin nicht von selbst erfolgte, am 4. Tag Ricinusölgegeben werden.

15) Das Stillen des Kindes sollte von jeder Mutter besorgt, minde-stens versucht toerden, damit die Rückbildung der inneren Genitalien be-fördert iverde.

16) Wo die Mutter nicht stillen kann, ist der beste Ersatz eine guteAmme. Doch ist gute Kuhmilch zuträglicher als eine schlechte Amme.

17) Bei der Zubereitung jeder künstlichen Nahrung, namentlich derKuhmilch, gibt grösste Reinhaltung im Sinne der Antisepsis, die Gewährfür den Erfolg.

18) Das Soxhlet'sche Verfahren hat sich aufs beste bewährt.