Der Mechanismus der Beckenendlagen.
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Wenn nicht die Wehe, welche den Steiss zum Durchschneiden bringt,oder doch die nächstfolgende auch gleich den Kopf herausbefördert, soist das Kind bei spontanem Verlauf mit Wahrscheinlichkeit verloren.
Sachverständige Hülfe muss bei Beckenendlagen imMoment der Geburt einzugreifen bereit sein, um die Kinderretten zu können. Wegen der grösseren Verantwortlichkeit ist den Heb-ammen in den meisten Ländern vorgeschrieben, bei Beckenendlageneinen Arzt beizuziehen.
Von grösster Bedeutung für den glücklichen Verlaufder Beckenendlagen ist die normale Haltung des Kindes.
Fig. 92.
Laterale Beugung des Rumpfes bei Steisslagen. (Nach Hodge.)
Wir verweisen hier auf die bildliche Darstellung dieser Haltung undzwar in der naturgetreuen Abbildung des Braune'schen Durchschnittes,also so wie sich das Kind in utero der während der Geburt gestorbenenFrau vorfand (vergl. Fig. 77). Es ist zwar jenes Kind in Schädellagegewesen. Das macht aber für die Haltung des Kindes intra partumnichts aus. Die Frucht nimmt intra partum einen möglichst kleinenRaum ein. Geht der Steiss voran, und wird er schrittweise durch denCervicalkanal und die Scheide nach abwärts getrieben, so wird dieWirbelsäule stets gebogen erhalten wie ein elastischer Fischbeinstab, deran einem Ende in der Längsaxe gedrückt, am anderen aufgehalten ist.Er biegt sich wie ein gespannter Bogen und schnellt auf, sobald erkann. Man sieht das Durchschneiden des Steisses sich langsam undmühsam vorbereiten. Der Kindestheil rückt gewöhnlich mehrmals in